Link oder Leben

 

Hier ist Platz für alle Themen rund ums Laufen und Leben. Diese Rubrik kann sich bei besonderen Anlässen ändern und sich ganz speziell auf einen Wettkampf oder andere Dinge focussieren.   

 

Ansonsten ist hier Raum für alles, was uns bewegt. Freundschaft, Abenteuer, Liebe, Leben, Alltag oder Urlaub. Lasst euch einfach überraschen...


 

 






Draußen laufen.


Seit vielen Jahren kennen wir das kaum noch: Winter! Und zwar nicht nur ein paar Flocken, die sofort wegtauen, sondern Schnee, der ein paar Tage liegen bleibt. Dazu Temperaturen, die sich über Tage hinweg nicht über die 0 Grad Marke erheben, sondern teilweise sogar bis -13 Grad hinuntergehen. Ich mag das. Für das Laufen draußen können solche Bedingungen allerdings schwierig werden.


Wir hatten letzte Woche schon geschrieben, dass das längere Laufen auf Schnee zwar jede Menge Spaß macht, allerdings sorgt das ständige Rutschen für eine erhöhte muskuläre Belastung, die schnell zu einer Überlastung der Muskulatur oder der Sehnen führen kann. Das kann eine Marathonvorbereitung beenden.


Heute gab es dann den absoluten Horror für Läufer. Bei uns fiel ein feiner Sprühregen auf den gefrorenen Boden und innerhalb von Minuten war der gesamte Hils mit einer millimeterdicken Eisschicht überzogen. Auf Asphalt, Pflastersteinen oder Betonböden wurde jeder Schritt zur absoluten Gefahr. Ohne den Einsatz von Streusalz waren diese Böden schlichtweg nicht zu betreten.



Mit Yaktrax...


Unsere Läufer kennen solche Verhältnisse aus der Vergangenheit und besitzen das ein oder andere Hilfsmittel, um sich diesen Naturkräften entgegenzustellen. Als wir heute Morgen die Hunde rausließen, mussten Kathrin und ich uns Yaktrax unter die Schuhe ziehen. Damit konnten wir problemlos über die Eisflächen gehen. Es war schon lustig zu sehen, dass Fußgänger nicht den Fußweg oder den Radweg benutzen konnten, sondern auf dem Grünstreifen daneben unterwegs waren.



... dem "Eis-Muli"...


Rad fahren war schlichtweg unmöglich. Wir sahen den Sturz eines Radfahrers. Der fuhr allerdings gar nicht mit dem Rad, sondern schob es. Auf den Beinen halten konnte er sich trotzdem nicht. Es war verrückt.



... und Spike-Reifen kommt man sicher übers Eis. 


Natürlich habe ich dann mein Spike-bewährtes Mountainbike aus dem Stall geholt und eine Runde auf den vereisten Wegen gedreht. Das ging gut, allerdings war die Eisschicht so komplett geschlossen und dick, dass bei einer Vollbremsung, selbst bei den Spikes, der Vorderreifen leicht rutschte. Das habe ich so auch noch nicht erlebt.


Bei diesem Wetter draußen zu laufen, wäre leichtsinnig. Ein Sturz und schon war es das mit dem geplanten Wettkampf. Hier heißt die Devise: Abwarten und Tee trinken. Es wird nicht immer so glatt bleiben. Dann heißt es wieder: Schuhe an und los geht es.



Thomas Knackstedt



Wind und Wetter.


Das gab es heute bei unserem Dreißiger im Übermaß. Es war kalt. 2 Grad, nicht gerade T-Shirt Wetter. Doch das macht uns Läufern wenig aus. Im zweiten Teil unseres Langen Laufs mussten wir allerdings schwer gegen den Wind navigieren. Der war nicht nur kalt, sondern auch spürbar stark. Aber wie sage ich in solchen Momenten gern: Gutes Training!


Punkt 10 Uhr ging es los. Annike, Ulrike, Marco, Roman und ich machten uns auf den Weg nach Alfeld. Jörn hatte mich vorher kontaktiert, er lief uns entgegen. Schon nach einem Kilometer trafen wir uns. Es ging an die Bundesstraße und dann durch die Feldmark nach Imsen. Ich musste mir doch tatsächlich anhören, was ich vorhätte. Ich sei viel zu schnell. Na ja, was man so schnell nennt. In Wispenstein ging es dann in die Leinewiesen und über den Auenpark zu unserem ersten Verpflegungspunkt am Kaiserhof. Kathrin und Silvia hatten uns dort den Posten eingerichtet.



Auf unsere Unterstützer können wir uns verlassen. 


Nach der Verpflegung ging es weiter entlang der Bahnlinie nach Godenau. Von dort über Eimsen durch die Leinewiesen und zurück nach Alfeld. Hie stoppten wir wieder beim Verpflegungspunkt. Jetzt hatten wir 21,1 Kilometer auf dem Zettel. Seit unserem Wendepunkt in Wettensen schlugen wir uns mit einem kalten Gegenwind herum.



In den Leinewiesen...


Nach der Verpflegung wartete der Wind, noch eine Spur stärker, auf der Milchstraße schon auf uns. Das war jetzt echt unangenehm. Die Verhältnisse erinnerten mich an einen Marathonstart in Magdeburg, wo der Wind ein paar Dixies auf die Seite legte. Ein unvergesslicher Lauf.



... erwartete uns der Wind. 


In Föhrste ging es dann steil nach oben zur Bundesstraße. Marco gab derart Gas, dass ich dachte, er glaubt, da oben wartete das Barbarakreuz auf ihn. Bei Kilometer 24 bergauf so zu beschleunigen, das hatte schon was. An der Bundesstraße ging es dann nach Delligsen hinunter und zurück zu unserem Startpunkt. Marco verschwand vor uns am Horizont und wir kämpften die letzten drei Kilometer zusammen. Ich merkte meine Beine hier schon deutlich.


Nach 2:38 Stunden war der Lauf im Kasten. Die Stimmung war bestens. Alle Beteiligten sind schon einigermaßen in Form. Ulrike hat den Lauf sehr gut absolviert. Bei ihr gehe ich davon aus, dass sie selbst noch gar nicht weiß, wie gut sie im Bereich Ausdauerlauf ist. Ich bin mir aber auch sicher, dass sie sehr bald realisieren wird, was sie auf der Langstrecke leisten kann. Nach dem Lauf ging es dann in die Sauna. Nach dem kalten Wind unterwegs war das eine echte Wohltat.



Thomas Knackstedt



Tempo in der Dunkelheit.

Nach einer Woche Eiseskälte mit schwierigen Laufbedingungen ist es wärmer geworden. Hier und da ist Laufen immer noch nicht möglich, aber es gibt Ausnahmen. Für unser Mittwochtraining hatte ich am Vortag eine Strecke gecheckt, auf der wir ungefährdet ein schnelleres Tempo anschlagen konnten, denn genau das stand auf dem Trainingsplan. Dabei ging Sicherheit vor Attraktivität.


Annike, Sarah, Ulrike, Jürgen, Mario, Arne, Messer, Roman, Dennis und ich stellten uns der heutigen Aufgabe. Es ging zunächst Richtung Feldmark. Dann liefen wir über den Siedlungsweg nach Delligsen. Dort ging es an die Bundesstraße. Wir liefen nach Varrigsen, drehten dort eine Ortsrunde und wieder zurück nach Delligsen. Dabei hieß es acht Kilometer im Tempo zu laufen. In Delligsen war dann auslaufen über das Neubaugebiet angesagt. Insgesamt kamen so 13 Kilometer zusammen.


Der Start an der Feldmark riss unser Feld sofort auseinander. Kein Wunde. Das Marathonrenntempo sollte unterschritten werden. So übernahmen Annike und Mario sofort die Führung. Dahinter waren Roman und Dennis unterwegs. Ulrike, Messer und ich folgten. Arne bildete die Nachhut. Sarah und Jürgen liefen ihr eigenes Ding.



So schöne Bedingungen hatten wir nicht. 


Als positiv war anzumerken: Es war nicht glatt und die Wege waren frei. Negativ waren die Dunkelheit und das nasskalte Wetter. Entlang der Bundesstraße stellte ich fest, dass es schönere Strecken zum Laufen gibt. Aber das ließ sich jetzt nicht ändern. Der Anstieg in Varrigsen zur Bundesstraße hinauf ging ordentlich in die Beine. Nach Delligsen zurück lief es dann einfacher. Die Gruppen blieben zusammen und die Vorgaben wurden erfüllt. Dafür mussten wir uns ordentlich strecken.


Das eine will man, das andere muss man. Dieser Trainingsabend war vor allen Dingen Arbeit. Der Spaß stand bei diesen Bedingungen etwas hintenan. Es werden auch wieder angenehmere Bedingungen kommen. Bis dahin geht Sicherheit vor.


Thomas Knackstedt



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Bernd Meyer Staffelmarathon.