Link oder Leben

 

Hier ist Platz für alle Themen rund ums Laufen und Leben. Diese Rubrik kann sich bei besonderen Anlässen ändern und sich ganz speziell auf einen Wettkampf oder andere Dinge focussieren.     

 

Ansonsten ist hier Raum für alles, was uns bewegt. Freundschaft, Abenteuer, Liebe, Leben, Alltag oder Urlaub. Lasst euch einfach überraschen...


 


"Hinten kackt die Ente grün!"


Einer von Jürgens Llieblingssprüchen, wenn es darum geht, wo genau ein Wettlauf entschieden wird. Eine Läuferweisheit, die sich immer wieder bewahrheitet. Schaulaufen im ersten Drittel eines Laufs kann jeder, aber hinten raus, mit zusammengebissenen Zähnen, das Letzte geben, ist nicht allen gegeben.


Bei uns gab es für diese Disziplin immer Spezial-Spezialisten. Einer davon war(und ist) der Doc. Der war heute beim Training. Zusammen mit Melina, Karsten, Jürgen, Arne, Messer, Mario W. und mir macht er sich auf den Weg. Kathrin und Lutz liefen eine leicht verkürzte Runde.


Es ging über den alten Kaierder Weg nach Kaierde und dann unterm Idtberg entlang. Das Wetter war traumhaft, das Licht eignete sich zur Anfertigung von Ölgemälden. Wir waren zügig unterwegs und es wurde gelacht und geflachst. Dann wartete der Herrmanberg in aller Länge und Schönheit auf uns. Oben sammelten wir uns wieder, um anschließend die Schleie in Angriff zu nehmen. 



Gut drauf: Der Doc.


Hier wurde das Tempo nach und nach immer schneller. Der Doc, der am Hermannberg mit Arne noch etwas nachgehangen hatte, holte jetzt den Fehdehandschuh raus. Ich liebe diese Momente. Rechts zog er an uns vorbei und eröffnete so den Schlusskilometer. Der wurde bis zum Atemstillstand gerannt. Dann ging so gut wie gar nichts mehr. Verdammt, das hat mir in letzter Zeit irgendwie gefehlt. Es ist halt noch immer so: Hinten kackt die Ente grün. Und der Doc ist noch immer ein Hasardeur der alten Schule; 60 Jahre hin oder her...



Thomas Knackstedt



Nach dem Marathon...


... bei Leibe nicht vor dem Marathon. Für Profis mag so eine Einstellung sinnvoll sein; für Amateure nicht. Es gibt Läufer, die trainieren nicht periodisch. Ich würde sogar sagen, sie trainieren gar nicht. Was nicht heißen muss, dass sie nicht verdammt gute Läufer sind. Die laufen einen Wettkampf nach dem anderen und haken Zeiten so ab, wie sie Medaillen und Urkunden sammeln. Ich bekomme das nicht hin... konnte es noch nie. Meine Leistung würde in so einem Hamster-Wettkampfrad rapide nach unten gehen.


Deshalb heißt es nach einem Marathon für mich: Machen was Spaß bereitet. Wenn ich keine Lust zum Laufen habe, lasse ich es sein. Wenn ich keine Lust zu gar nichts habe, mache ich genau das. Wenn ich laufen will, laufe ich. Wenn ich Rad fahren will, fahre ich Rad. All das ohne Druck, je nach Lust und Laune.


Am besten geht das natürlich mit Freunden. Wenn denn welche zur Hand sind. Gemeinsam macht laufen einfach doppelt Spaß. Zwei Monate bevor der nächste Marathon ansteht, mache ich mir dann Gedanken über einen Plan. Dann dürfen Disziplin und hier und da eine kleine Quälerei wieder Einzug in mein Läuferleben halten. Vorher nicht...



Tolles Foto von Mattes.


Heute sah mein Tag so aus, dass ich mich Kathrin eine lockere Runde gelaufen bin. Mehr als 10 Kilometer mussten es nicht sein. Danach habe ich eine kurze Mountainbike Runde gedreht. Ich habe mir ein paar Wege rund um Lenne angesehen. Ein herrliches Radrevier. Morgen schauen wir dann mal, wozu Lust und Laune einen antreiben.



Thomas Knackstedt


Grenzfahrt

 

Nach einem Marathonstart tut es gut, den Läuferbeinen eine Pause zu gönnen. Statt der 70 bis 80 Kilometer wöchentlich, sind bei mir dann maximal 30 Kilometer Laufen pro Woche angesagt. Und die in sehr langsamer Geschwindigkeit. Statt zu laufen, setze ich mich nach einem Marathonstart lieber aufs Rad.


Streckenprofil mit alpinem Charakter.
 

Gestern nutzten Melina und ich das schöne Wetter, um eine MTB-Ausfahrt zu machen. Melina ist nach ein paar Runden auf dem Geländeflitzer auf den Geschmack gekommen und sie macht sich gut auf dem Fahrrad. Was lag da näher, als das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Ich wollte schon immer eine Runde durch den Vogler drehen und mir den Bodoturm anschauen. Also: Ran an den Speck! Am Ende stellte sich allerdings heraus, dass das für Melina doch ein bisschen zu viel des Guten war.



Wer sein Fahrrad liebt...

 

Wir radelten locker zum Langen Weg und von dort zum Fuchs. Über einen kleinen Trail ging es dann nach Holzen. Von da fuhren wir am Waldrand einen traumhaften Pfad nach Scharfoldendorf und wechselten dort auf den Radweg nach Kirchbrak. Die ehemalige Bahnstrecke ist einer der schönsten Wege der Region.



Die Museumsbahn direkt am Radweg.


In Kirchbrak angekommen ging es auf die 12 Kilometer Voglerrunde über Bodoturm und Ebersnackenturm. Ich war überrascht, dass uns hier wirklich alpine Verhältnisse erwarteten. Es war megasteil und Melina kraxelte die Berge hinauf, wie jemand, der das schon öfter gemacht hat. Der Bodoturm und der Ebersnackenturm belohnten unsere Anstrengungen mit herrlichen Aussichten. Die letzten Meter vor den Türmen mussten wir allerdings schieben. An Fahren war da nicht mehr zu denken.     



Bodoturm



Ebersnackenturm


Nach einer rasanten Abfahrt ging es dann nach Oelkassen hinunter. Hier bemerkte Melina das erste Mal, dass ihre Oberschenkel kurz vor dem Kollaps standen. Also fuhren wir ein bisschen langsamer. Es ging durch Eschershaussen und wieder auf die alte Bahnlinie, die heute als Radweg dient. Malerisch schön durch den Wald erreichten wir Lenne. Dann fuhren wir an der Bundesstraße bis nach Mainzholzen, um dort den Schlussanstieg über den Hils unter die Pedale zu nehmen. Melina war fix und fertig. Also machten wir zunächst eine kleine Pause und dann ging es los.     



Noch einmal tief Luft holen.

 

Auf der Hälfte des Anstiegs war sich Melina sicher, dass sie genau so schnell schieben würde, wie sie fährt. Sie hatte Recht. Der letzte Kilometer sah sie schiebend und mich nebenher fahrend. Es war tatsächlich kein Unterschied. Vom Hilskamm fielen wir dann nach Kaierde hinunter und preschten anschließend über den alten Kaierder Weg nach Delligsen. Die 58 Kilometer hatten es in sich. Hätte ich die Schwierigkeit dieser Route vorher geahnt, wären wir anders gefahren. So musste Melina in eine schmerzhafte Grenzerfahrung, die sie letztendlich gut gemeistert hat. Und: Wer weiß, wofür das gut war…



Thomas Knackstedt


 

Die Homepage unseres Vereins erreicht ihr unter

 

 

http://www.delligser-sport-club.de/

 

Dort ist unter der Rubrik "Lauftreff" noch ein Archiv vorhanden, in dem ihr die Wettkämpfe und Bericht der letzten beiden Jahre lesen könnt.  

 

Wer einfach nur gern liest, und auf neue, interessante Texte steht, der darf hier schauen

 

Die Polizeipoeten

 

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