Link oder Leben

 

Hier ist Platz für alle Themen rund ums Laufen und Leben. Diese Rubrik kann sich bei besonderen Anlässen ändern und sich ganz speziell auf einen Wettkampf oder andere Dinge focussieren.     

 

Ansonsten ist hier Raum für alles, was uns bewegt. Freundschaft, Abenteuer, Liebe, Leben, Alltag oder Urlaub. Lasst euch einfach überraschen...


 


Weltrekorde und Charakter


Viele Laufinteressierte haben sich heute Morgen den Berlin Marathon angeschaut. Was Eliud Kipchoge dort aufs Pflaster gelegt hat, war beeindruckend. Wie stringent und fokussiert er den neuen Weltrekord von 2:01:39 Stunden gelaufen ist; so etwas habe ich noch nie gesehen.


Bei mir stehen solche Leistungen generell unter Dopingverdacht. Was nicht heißen soll, dass Kipchoge gedopt war. Im Gegenteil. Ich gehe davon aus, dass alles mit rechten Dingen zuging. Kipchoge ist eine Ausnahmeerscheinung. Hier findet Laufen in einem Bereich statt, der fast unmöglich erscheint. Auch bei den Damen laufen 3 Frauen unter den Streckenrekord und fabrizieren Zeiten, die allesamt unter die 10 schnellsten jemals gelaufenen Marathonzeiten einsortiert werden.


Gleichzeitig zeigen mir diese Leistungen auch, worum es in Berlin geht. Mit Antrittsgeldern und Siegprämien holt man sich eine Konkurrenz an den Start, die einzigartig ist. Es geht um Rekorde. In allererster Linie. Das führt nebenbei dazu, dass unter den ersten 100 Männern nur 9 Deutsche Starter sind. Bei den Frauen sieht es nicht viel anders aus. Siegerzeiten bei den deutschen Männern von 2:19 Stunden und bei den Frauen von 2:48 Stunden sprechen da eine deutliche Sprache. Sie müssen sich in Berlin unter "ferner liefen" einordnen lassen. Der Charakter des Berlin Marathons ist voll und ganz auf Leistung ausgelegt. Alles andere ist nur noch Beiwerk.


Ich bin und war immer ein leistungsorientierter Läufer. Aber ich glaube auch, dass sich Amateurläufer mit einem Lauf identifizieren sollten. Das fällt in Berlin mittlerweile, jedenfalls wenn man mich fragt, schwer.


Aber natürlich waren auch die Amateure dabei. Die liefen zwar keinen Weltrekord, aber können trotzdem stolz auf ihre Leistung sein. Meine Freunde Dorit und Friedel liefen zusammen in 4:48 Stunden über den Kurs. Glückwunsch!


Auch mein Freund Alpay aus Alfeld war am Start. Er benötigte 3:05 Stunden für die Strecke und teilte sich sein Rennen sehr schön ein. Hut ab!



Im Prater blühen nicht nur die Bäume. Auch Kathrin war da diese Woche laufend unterwegs.


Ich bin heute 20 Kilometer locker ausgelaufen. Auf 11 Kilometern hat mich Kathrin begleitet, was sehr schön war. Wir genehmigten uns den traumhaften Hilskamm und da fand ich es so schön, dass ich auch noch eine Bodenberührung(will heißen: Ich habe mich auf die Klappe gelegt) hinbekommen habe. Das nennt man echte Heimatverbundenheit.



Thomas Knackstedt



Haken dran an Nummer 8.


Das war er also: Der achte Lange Lauf der Vorbereitung. Es war nicht so grausam warm und nebenbei wehte mir ein kühler Wind um die Nase. Damit es trotzdem anspruchsvoll wurde, habe ich mir eine profilierte Strecke für die heutigen 30 Kilometer ausgesucht.


Zunächst ging es nach Kaierde und dann in Richtung Hilskamm hinauf. Dort wendete ich und war nach 15 Kilometern wieder zu Hause. Nach einer kurzen Getränkepause ging es weiter Richtung Grünenplan. Hier lief ich vom Gelben Wasser zum Von Langen Platz und später am Schneppel vorbei wieder nach Hause. Damit waren die 30 Kilometer voll.



Alles im grünen Bereich.


Im Mittelteil musste ich heute etwas kneifen. Der Rest lief gut. Meine 10er Splits waren: 49:30 / 49:45 / 47:17 Minuten. Das war okay. Jetzt werden die letzten 5 Wochen bis zum Start eingeläutet. Ich freue mich drauf...



Thomas Knackstedt



Musiktipp

Interpret: Big Red Machine

Album: Big Red Machine


Bon Iver trifft The National.


So könnte man das vereinfacht darstellen. Aber natürlich ist der Kern der Sache viel komplexer. Aaron Dessner von The National und Justin Vernon von Bon Iver kennen sich schon lange. Jetzt haben sie zusammen unter dem Namen Big Red Machine das gleichnamige Album herausgebracht. Das ist extrem hörenswert, auch wenn man für diese Erkenntnis mehr als einen Durchlauf braucht. Das Ergebnis erinnert natürlich ein bisschen an die Musik der beiden großen Bands, aber dieser Einfluss ist bescheiden. Ich fühlte mich bei vielen Stücken eher an einen Mix der Musik von Peter Gabriel und Mike and the Mechanics erinnert. Je öfter man die 10 Songs des Albums Big Red Machine hört, desto besser gefallen sie einem.

Das Album startet unauffällig leise mit dem schönen -Deep Green-. Es folgt das verspielte -Gratitude-. Einer meiner Favoriten des Albums ist -Lyla-, mit seinem starken, mitreißenden Rhythmus. Bei -Air Stryp- und -Hymnostic- wechseln sich experimentelle und klassische Musik ab. -Forest Green- beruhigt alle Sinne und erinnert ein bisschen an Drake. Einziger Schwachpunkt des Albums ist für mich der Song -Omdb-. Das nachfolgende -People Lullaby- macht das jedoch mit einem brillanten Klavier wieder wett. Ein wunderschöner(fast schon) Country Song -I Want Run For It- überzeugt mit herrlicher Klarheit. Zum Schluss geht es mit -Melt- noch einmal in Richtung Peter Gabriel.

Endlich mal was Neues! Big Red Machine. Kein Plagiat von Irgendwas oder Irgendwem. Hier und da an die wirklich Guten angelehnt und mit jeder Menge kreativer Energie beseelt. Bitte mehr davon.



Thomas Knackstedt

 

 

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Dort ist unter der Rubrik "Lauftreff" noch ein Archiv vorhanden, in dem ihr die Wettkämpfe und Bericht der letzten beiden Jahre lesen könnt.  

 

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Die Polizeipoeten

 

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