Sie laufen und laufen...        

        

Die Delligser Läufer sind viel unterwegs. Hier werdet ihr immer wieder Berichte von den Wettkämpfen der Delligser finden. Natürlich gibt es auch mal eine Homestory oder ein wenig Laufkunde. Lasst euch überraschen..

 

Wer unsere Gruppe nicht kennt: Wir laufen seit 1998 zusammen und sind mittlerweile über 20 Marathon- und Ultraläufer. 2008 haben wir in der Gruppe die schnellste Laufdurchquerung Deutschlands zu Fuß hinbekommen. Nach 2 Tagen und 22 Stunden waren wir in einer Staffel, ohne Unterbrechung, von Österreich nach Dänemark gelaufen. Ansonsten waren wir als Mannschaft bei den großen Marathons und Ultraläufen sehr erfolgreich und verfügen auch über ein paar verdammt schnelle Läuferinnen und Läufer. 


 

Legen wir also los...



"99 Prozent Wasser und 1 Prozent was anderes!"


Das war die Antwort eines ehemaligen DDR-Marathontrainers auf die Frage eines Reporters, was man ernährungs- und trinktechnisch für ein Marathonrennen braucht. Ergänzend sagte er: "...und mit diesem Anderen verdient die Nahrungsmittelergänzungs-Industrie Milliarden." Recht hat der Mann.


Jedes Mal, wenn ich diese Website mit einem neuen Textbeitrag bestücke, muss ich im Gästebuch erst einmal 5 bis 10 Werbeeinträge löschen, die mir da irgend ein Verkäufer hineingestellt hat. Es geht dabei ausnahmslos um Nahrungsergänzungsmittel, die dafür sorgen sollen, dass wir schneller laufen können, besser regenieren, nicht mehr altern, schönere Haut haben und...und....und.


Tut mir leid, aber ich halte all das, jedenfalls wenn wir uns über die Ernährung des "normalen" Amateur-Marathonläufers unterhalten, für absoluten Schwachsinn. Egal ob Eisen, Magnesium, Chiasamen, Ketamin, Wobenzym, Selen, Zink oder sonstwas; nichts davon brauchen wir wirklich. All das ist ausreichend in unserer Nahrung vorhanden. Wer trotzdem ganz fest daran glaubt und 40 bis 60 Euro pro Monat ausgeben will; bitte schön. Ich streite eine leistungssteigernde Wirkung bei einem gesunden, sich gut ernährenden Menschen, aus. 


Heute wird das Marathonlaufen zu einem wissenschaftlichen Event hochstilisiert, um uns all diesen Müll zu verkaufen. Es geht ums Geschäft, um nichts anderes.


Leider ist das nicht nur bei den Nahrungsergänzungsmitteln der Fall. Ob bei der Fußball WM, der Olympiade oder der Tour de France, es geht ums Geschäft, in allererster Linie. Geld war schon immer im Spiel, aber ich wage zu behaupten, dass vor dreißig Jahren niemand auf die Idee gekommen wäre, die Fußball WM in Katar und die Olympischen Spiele ohne Zuschauer auszutragen.



Auch "nur" mit Wasser zu schnell für Jürgen und mich: Sabine.


Also denkt bitte daran: Wenn ihr einen schnellen Marathon laufen wollt und nicht gerade zu den besten 10 Läufern des Landes gehört: Das, was da oben in der Überschrift steht, reicht. Vollkommen! Ach ja... trainieren müsst ihr allerdings auch noch...



Thomas Knackstedt



Schluss mit Lustig!


Die Vorbereitung hat begonnen. Das bedeutet im Mittwochtraining: Schluss mit Lustig! Jetzt wird gearbeitet. Heute sah das so aus, dass ich die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt habe.


Kathrin und Petra sollten sich warmlaufen und dann im Wechsel die Kilometer in 6:30 / 6:00 / unter 5:00 Minuten laufen. Das Ganze zwei Mal hintereinander.


Annike, Messer, Jürgen, Arne und ich erhielten als Vorgabe die Kilometerzeiten 5:30 / 5:00 / unter 4:30 Minuten. Davon waren vier Wiederholungen abzuleisten.


Marco, Mario, Karsten und Jan durften ihre Kilometer in 5:00 / 4:30 / unter 4: 00 Minuten laufen. Auch hier waren vier Wiederholungen angesagt.


Kathrin und Petra hatten schwere Beine. Sie waren nicht in der Lage richtig zu beschleunigen.


In unserer Gruppe lief es gut. Arne musste ordentlich kämpfen, Messer biss sich durch und Annike zeigete mal wieder ihre Stärke in Sachen Durchhaltevermögen. Jürgen, der alte Hase, war nicht aus der Ruhe zu bringen.



Mittwochtraining 2012: Carola und Karsten.


Die schnelle Truppe blieb zusammen. Im Gegenverkehr sah das am Ende noch immer locker und schnell aus. Wobei die Jungs einen Kilometer zu viel gelaufen sind. Aber na ja... das dem Trainer nicht richtig zugehört wird, kenne ich ja schon.


Letztendlich war das ein gutes Training mti einem schönen Wechsel von Be- und Entlastung. Das hat mir gefallen.



Thomas Knackstedt



Der erste Lange Kanten.


Sie sind, und sie bleiben, das Salz in der Suppe der Marathonvorbereitung. Die langen Läufe. Wie wichtig sie sind und vor allem, welche Erkenntnisse sie erbringen, das ist für das Trainingsprogramm entscheidend.


Corona hat dafür gesorgt, dass wir in letzter Zeit sehr wenig lange Läufe bestritten haben. Nur aus Spaß an der Freude werden die Langen Kanten bei uns nicht gelaufen. Sie sind dafür da, letztendlich eine gute Marathonzeit zu erreichen. Aus diesem Grund laufen wir die Langstrecke im Training nicht wegen des hohen Spaßfaktors, sondern weil sie unerlässlich ist.


Heute ging ich zusammen mit Natascha und Jan an den Start eines 30 Kilometer Trainingslaufs. Die beiden sind auf der Kurzstrecke wirklich schnell und auf der Langstrecke weiß man nicht, was da geht. Müssen wir es also ausprobieren. Heute sollte das mit einem sehr langsamen Lauf zum ersten Mal passieren.



Los geht's.


Wir trafen uns am Langen Platz. Arne kam auch und wollte die ersten 14 Kilometer mitlaufen. Jans Frau Annika begleitete uns auf diesen 14 Kilometern mt dem Rad. Wir liefen Richtung Alte Köthe, dann zum Hilskamm hinauf und wieder zurück. Da waren einige Höhenmeter fällig. Vor allem waren es aber die 26 Grad Außentemperatur und die Sonne, die uns ins Schwitzen brachten.


Wieder am Langen Platz war eine Getränkepause fällig. Dann ging es nach Grünenplan hinunter und auf den Ith Hils Trail bis zur Wassertretanlage. Dort nahmen wir ein kurzes Bad und liefen über den Langen Weg zurück zum Langen Platz. Dort hatten wir 24 Kilometer auf dem Zettel und tranken wieder. Wir waren bis hierher knapp über einem 6 Minuten Schnitt auf den Kilometer gelaufen. Bei Natascha merkte man, dass jetzt nicht mehr viel ging.



Unterwegs.


Natascha lief ihre letzten 6 Kilometer jetzt locker in ihrem eigenen Tempo und Jan und ich gaben noch einmal Gas. Wir liefen die letzten 6 Kilometer in einem 4:40 Minuten Schnitt auf den Kilometer und das war zügig. Jan hatte bei Kilometer 26-27 ein paar Schwierigkeiten, aber dann war er wieder dran. Auf dem letzten Kilometer konnte er sogar noch beschleunigen. Nach 2:55 Stunden waren wir durch.


Die Erkenntnis dieses Laufs: Natascha und Jan müssen an ihrer Grundlage arbeiten. In Sachen Tempo sind die Beiden sehr gut beieinander, auf der Langstrecke fehlt noch die Power. Die Betonung liegt allerdings auf "noch." Ich weiß genau: In 12 Wochen wird das anders aussehen.



Thomas Knackstedt  




 

 

 

 

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