N E U : 24. August 2019      


Laufen hat Bilder vom Inferno.


Auf der Startseite steht ein neuer Text.


Das Mittwochtraining steht in Laufen.


Link oder Leben hat einen Trainingstipp.


Laufen hat die Inferno-Ergebnisse.


In Schreiben steht eine neue Geschichte.


Link oder Leben ist beim Inferno Halbmarathon.


Link oder Leben hat einen Veranstaltungstipp.


      

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      



 

Rod

 

Musik ist die Zündschnur, die das Dynamit der Erinnerung zur Detonation bringt. Mit keinem anderen Medium lassen sich vergangene Erlebnisse besser wiederherstellen als mit einem Lied.

 

Auf meinem Lieblingssender laufen seit einigen Wochen die Sommer-Highlights. Es gibt jeden Sonntag eine Top 100. Das beste Album, der beste Ost-Song, die beste Filmmelodie, die beste Single, das beste Lied über eine Stadt, und so weiter. Dabei werden Hunderte von Erinnerungen wach. Allein wenn ich an die Musikalben denke, die ich in meinem Leben gehört und geliebt habe, werden dabei so viele Emotionen quasi wiederbelebt, dass mir das Herz schwer wird. Manche Melodien habe ich schon komplett vergessen, andere werden nie aus meinem Denken verschwinden. Dann gibt es aber Lieder, die sind so weit weg, dass ich mich überhaupt nicht mehr an sie erinnern kann und wenn ich sie dann urplötzlich höre, reißt das in meinem Schädel Wände, ja ganze Gebirge ein.

 

Als ich in die Küche komme, erschlägt mich die Stimme Rod Stewarts so, als würde ich unter eine Zehn Millionen Tonnen schwere Gesteinslawine geraten. –Tonigth’s The Night-, wie lange habe ich das nicht mehr gehört? Jahrzehnte sind es sicher. Wie, verdammt noch mal wie, konnte ich dieses Lied vergessen? Was für ein Idiot musste ich gewesen sein, dieses Lied irgendwo in einer meiner „Kopfschubladen“ abzulegen, wo ich es niemals wiedergefunden habe. Ich habe diesen Song geliebt. Er hätte einen Ehrenplatz verdient, ihn aber irgendwie nie bekommen. Seltsam…

 

Ich war 15 Jahre alt, als mich dieser Song regelrecht aus den Latschen gehauen hat. Rod Stewart war „mein Mann.“ Ich stand auf Lieder wie Maggie May und Sailing. Auch seine Songs mit den Small Faces gefielen mir gut. Es war vor allem diese rauchig-brüchige Stimme, die mich in den Bann zog.

 

Rod Stewarts Songs begleiteten mich für einige Jahre. Als ich die Liebe meines Lebens kennenlernte, gab Rod Stewart das musikalische Hintergrundrauschen zu manch unvergesslicher Nacht ab. Die Liebe meins Lebens blieb zentraler Mittelpunkt meines Lebens. Rod Stewart verschwand, irgendwie. Im gesetzten Alter wurde der Schotte manchmal eher peinlich als anbetungswürdig. Aber selbst wenn er sich wie der letzte Vollidiot benommen hätte, der Klasse seiner alten Songs hätte das nichts anhaben können. Doch wie will man das Leben erklären? Dinge kommen und gehen wieder. Manches ist für die Ewigkeit, manches für einen kurzen wunderbaren Rausch. Die Puzzleteile, die am Ende ein Menschenleben vervollständigen können groß oder klein, bunt oder grau sein. Oft hat man selbst keinerlei Einfluss auf die Erinnerungen, die man niemals wieder hergeben möchte, oder irgendeinen banalen Quatsch.

 

So wurde ich Rod Stewart los und gewann Tom Waits, Gisbert zu Knyphausen, Fiona Apple, Tori Amos, Peter Gabriel, Kettcar und Dutzende anderer Musiker. Wo Freiräume entstehen, drängen sehr schnell neue Dinge nach und füllen jeden Raum bis zum letzten Kubikmillimeter aus. Auch dagegen kann man sich nicht wehren.

 

Doch dann kommt so ein Moment. So einer wie jetzt. -Tonight’s The Night-. Ich schließe die Augen und spüre die Liebe des Lebens in meinem Armen. Ich rieche ihren Duft und fühle ihre warme Haut. Ich ziehe sie ganz dicht an mich heran und küsse sie. Das ist traumhaft schön und fühlt sich unglaublich gut an.


 

„Hörst Du?“ reißt mich eine Stimme aus meinem Tagtraum. Sie steht vor mir und lacht mich an. „Träumst Du wieder? Was ist es dieses Mal?“ Ich will antworten aber sie legt mir einen Finger auf den Mund. „Sag nichts! Rod Stewart! Oder?“ Ich nicke langsam. „Wusste ich doch!“ Sie küsst mich und ich lausche dieser wunderbaren Musik hinterher…

      

Thomas Knackstedt

 


Allgemeine Datenschutzerklärung

    

Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Daten gemäß der nachfolgenden Beschreibung einverstanden. Unsere Website kann grundsätzlich ohne Registrierung besucht werden. Dabei werden Daten wie beispielsweise aufgerufene Seiten bzw. Namen der abgerufenen Datei, Datum und Uhrzeit zu statistischen Zwecken auf dem Server gespeichert, ohne dass diese Daten unmittelbar auf Ihre Person bezogen werden. Personenbezogene Daten, insbesondere Name, Adresse oder E-Mail-Adresse werden soweit möglich auf freiwilliger Basis erhoben. Ohne Ihre Einwilligung erfolgt keine Weitergabe der Daten an Dritte.


 

Impressum: Thomas Knackstedt, Deutschland,  31073 Delligsen, Hainbergstraße 2.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

01074233