Anmeldung Hilskammlauf 2018

N E U : 23. Mai 2018      


Das Mittwochtraining steht in Link oder Leben.


Laufen bringt die Ruhe vor dem Sturm.


Schreiben hat eine neue Geschichte.


Link oder Leben "arbeitet" nach.


Laufen hat den 21. Hilskammlauf für Euch.


Auf der Startseite steht eine neue Geschichte.


Der Pressebericht vom Sollinglauf steht in Laufen.


Link oder Leben geht steil bergauf.


      

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      




Schonzeit


Wir leben in modernen Zeiten. Nur manchmal zweifele ich daran. Vor allem auf der Arbeit erwische ich mich immer wieder bei dem Gedanken: Meinen die das jetzt ernst oder soll ich veralbert werden?


Die Beispiele sind vielfältig. Ich will mich mal an einer Kleinigkeit aufhängen, die mir in den letzten Tagen untergekommen ist.


Wir sind mit neuen Computern ausgestattet worden. Landesweit. Unsere bisherige Technik ist ganz sicher nicht die schnellste und neueste gewesen. Insofern schauen wir dem Wechsel in die aktuelle Technik mit froher Miene entgegen. Ganz sicher wird zunächst einiges nicht funktionieren und lieb gewonnene Angewohnheiten am PC werden sich ändern, aber das ist nun einmal so. Neue Programme, Apps und Verbindungen müssen dem Benutzer erst einmal vertraut gemacht werden.


Die „normale“ Arbeit läuft natürlich weiter. Bei der Polizei geht es dabei nicht nur um das Fangen von Ganoven und ermitteln von Taten, sondern auch um das eigene Personal. Das ist, jedenfalls auf unserer Dienststelle, im Alter ergraut und benötigt ganz andere Fürsorge und Pflege, als ein Personalstamm mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren.


Der Dienstherr hat in den letzten Jahren festgestellt, dass die Ausfallquote des Personals steigt. Stress, Alter und neue Medien sorgen ganz sicher dafür. Vor allem aber ist es die Personalknappheit. Die wird sich nicht ändern, im Gegenteil. Also versucht man mit kleinen Tricks, die Kollegen bei der Stange zu halten. Das treibt manchmal seltsame Blüten.


So sollen wir z.B. Sport treiben, damit wir belastbar und fit bleiben. Leider ist das Sportangebot der Behörde dünn. Man könnte den Kollegen den Besuch im Fitness-Studio sponsern oder ihnen die Beiträge im Sportverein bezahlen, doch soweit ist die Polizei noch lange nicht. Bürokratische Hürden verhindern diese Dinge mit Macht.


Es werden Broschüren verteilt, die gymnastische Übungen auf Bürostühlen bewerben. Andere Flugblätter legen uns eine gesunde Ernährung nah. Wir sollen „bewegte Pausen“ machen und unsere altersschwachen Körper mal wieder in Wallung bringen. Gleichzeitig bietet man uns einmal im Monat die Möglichkeit einer Massage im Dienstgebäude an.


Es sind allerdings auch die Kleinigkeiten, die ein angenehmes Arbeiten ermöglichen sollen. Flexible Pausen, eine Teeküche, eine Kaffeemaschine. Hier und da vielleicht noch ein Sitzball oder eine Massagerolle am Arbeitsplatz. Das hat doch was.


Ich bin diesen Dingen gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen, doch wie die Polizei an das Wohlbehagen und die Fitness ihrer Mitarbeiter herangeht, das erschließt sich  mir nur selten.  Auch ich bin der Meinung, dass es vor allem die kleinen Dinge des Lebens sind, die einem Wohltaten bereiten, die man zur eigenen Zufriedenheit braucht.


Ein Bild der Liebsten im Büro, eine Blume auf dem Tisch, ein Radio mit eingestelltem Lieblingssender. Solche Sachen. Da geht mir persönlich das Herz auf.


Als ich jetzt vor meinem neuen Rechner sitze, der tatsächlich megaschnell und modern ist, nervt mich als erstes der schlicht blaue Hintergrund des Monitors. Auf meinem alten PC hatte ich als Desktophintergrund einen Tiger im Sprung installiert. Das Bild erinnerte mich immer daran, dass ich jeden Tag leben wollte, als wäre es der Letzte. Der Tiger, kurz vor dem Sprung, war für mich das Zeichen eines jähen, plötzlichen Endes.


An einem Schrank in meinem Büro habe ich jede Menge Bilder der Enkelkinder aufgehängt. Ein Blick darauf und Tausend Erinnerungen werden aktiviert. Das hilft mir eigentlich immer, meine Laune von einem Tief in ein Hoch umzuwandeln.


Ansonsten versuche ich alles aus meinem Arbeitsumfeld zu entfernen, was mich stört. Der eingestellte Bildschirmschoner beim PC ist zum Beispiel so ein Nerver. Alle 15 Minuten stellt sich das Ding ein und ich muss mich an meinem Arbeitsplatz neu anmelden.


Von Seiten der Führung wird mit Sicherheitsaspekten argumentiert. Mag sein, nervt aber trotzdem. Abstellen kann ich das Ding jedenfalls nicht.


Um den nichtssagenden blauen Hintergrund endlich los zu werden, habe ich mir ein schönes Foto ausgesucht, bei dem ich einen Flug Kraniche vor einem untergehenden, roten Sonnenball fotografiert habe. Wenn ich das Bild sehe, wird mir warm ums Herz. Das kann für meine Arbeit nur gut sein.

Doch als ich die Sonne mit ihren Vorbeifliegern als Hintergrund einrichten will, muss ich feststellen, dass mein lieber Arbeitgeber auch diese Funktion gesperrt hat. Na super!



Jetzt sitze ich hier und überlege, was ich machen soll. Mein Bild bekomme ich nicht auf den PC Hintergrund, aber vielleicht kann ich über das Sozialmanagement der Polizei eine Wärmelampe über meinem Arbeitsplatz installieren lassen, damit die warmen Gefühle Einzug bei mir halten. Die Chance, so eine „Ferkel-Lampe“ zu erhalten ist jedenfalls größer, als die Möglichkeit ein Bild zu installieren.


Den nervigen Bildschirmschoner werde ich auch nicht los. Der Dienstherr macht das zwar alles nur, um mich zu schützen und zu behüten, aber manchmal wünschte ich mir von ihm eine Schonzeit für mich. Eine Erlaubnis, die kleinen Dinge, die mein Leben bestimmen, auf die Arbeit mitzunehmen. Ich bin mir ganz sicher, meine Arbeit würde darunter nicht leiden, im Gegenteil…


 

Thomas Knackstedt  

 


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