N E U : 26. Juli 2021      


Die Startseite hat eine neue Geschichte.


Link oder Leben geht auf Puls 180.


Link oder Leben schwitzt in der Sonne.


Laufen berichtet über lästigen Schwachsinn.


Laufen geht in die Vorbereitung.


Schreiben steht unter Strom.


Link oder Leben geht in die Analyse.


Laufen startet den ersten langen Vorbereitungslauf.


     

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      




Diese Stadt

 

Diese Stadt hab ich sooft verflucht. Gehasst, gemieden, heimgesucht. Sie ließ mich kalt, hielt mich immer wieder warm. Riss alte Wunden auf und nahm mich voll in ihren Arm. Diese Stadt…Diese Stadt…Diese Stadt.

 

Klaus Hoffmann

 

Meine Stadt ist ein Dorf. Genauer gesagt: Ein Flecken. Es liegt irgendwo im Nirgendwo. Zwischen Tälern und Bergen. Durchzogen von schmalen Bächen. Die Einwohnerzahl sinkt seit Jahrzehnten. Die Alten sterben und viele der Jungen gehen in die Stadt. Ich habe als Kind eine Million guter Gefühle für diesen kleinen Ort gehabt. Später sind sie mir alle abhanden gekommen. Doch irgendwann kehrten sie zurück. Stück für Stück, jedes Einzelne von Ihnen. Heute könnte ich mir nicht mehr vorstellen irgendwoanders auf der Welt zu leben.

 

Es liegt nicht an den Menschen, das weiß ich. Zusammen mit der Liebe meines Lebens würde ich es überall aushalten. Das wäre kein Problem. Doch den Ort aufzugeben, in dem ich aufgewachsen bin, das täte weh. Es sind die Plätze, die jede Phase meines Lebens bestimmten. Die Wege, Straßen, Pfade, Wiesen und Wälder. Ich kenne sie alle und kann zu jedem von ihnen mindestens eine Geschichte erzählen. Oft sehr viel mehr.

 

Vor vierzig Jahren habe ich die Initialen unserer Namen in die Rinde eines Baumes geschnitzt. Mitten in ein großes Herz hinein. Noch heute finde ich diesen Baum im Wald. Mit ein bisschen Glück wird dieses Herz mit unseren Namen noch da sein, wenn wir schon lange vergangen sind. Wer weiß. Der Baum steht nicht weit entfernt von dem Platz, der mir als Kind den Wilden Westen und den Urwald Südamerikas ersetzte. Hier konnte ich alle Phantasien ausleben und mir vorstellen überall zu sein.

 

Ich kenne die meisten Wege hier. Bin sie als Kind gegangen, als Vater gelaufen und als Großvater mit dem Mountainbike abgefahren. Noch immer bin ich unterwegs. Mit Arkadi, unserem treuen Hund als Begleiter, suche ich mir Wege durch die Landschaft, die ich noch niemals gelaufen bin. Oft bleibe ich dann stecken und komme nicht weiter. Aber manchmal verbreitert sich der Wildschweinpfad zu einem Holzrückeweg und ich stehe plötzlich auf einer traumhaft schönen Lichtung mitten im Wald, die nur drei Kilometer Luftlinie von meinem Zuhause entfernt ist und auf der ich noch nie war.

 

Ich liebe den Ablauf der Jahreszeiten. Und zwar genau so, wie sie hier stattfinden. Der eisige Winter, der leider in den letzten Jahren nur selten zu Gast bei uns war, ist „meine“ Jahreszeit. Hier muss sich jede Freude verdient werden. Nichts wird einem geschenkt. Dann kommt das Frühjahr und die Blumen und Blätter erscheinen urplötzlich aus dem Nichts. Der Sommer ist hier die Zeit der Unbeschwertheit, doch er hat sich verändert und bringt oft die große Hitze mit. Der Herbst ist der Vorbote des Winters. In seinem Regen laufe ich zwischen den Bäumen im tausendfarbigen Wald.


 

Da, wo meine Füße den Boden berühren, liefen schon meine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern durch die Welt. Wir gehören hierher, so banal und kitschig sich das auch anhören mag. Ich spüre seit ein paar Jahren ganz genau diese Verbundenheit zu „meinem“ Fleckchen Erde auf diesem wunderbaren blauen Planeten.

 

Ich habe mein ganzes Leben hier verbracht. Keinen Tag davon möchte ich missen. Ich bin hier geboren, lebe hier und will auch hier sterben. Was danach kommt ist unwichtig, völlig egal. Ich glaube weder an einen Himmel noch an ein Leben nach dem Tod. Aber ich glaube ganz fest an ein Leben während des Lebens. Das muss man nutzen! Ich bin dabei. Genau da, wo ich auch sein will: Hier!



Thomas Knackstedt



Allgemeine Datenschutzerklärung

    

Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Daten gemäß der nachfolgenden Beschreibung einverstanden. Unsere Website kann grundsätzlich ohne Registrierung besucht werden. Dabei werden Daten wie beispielsweise aufgerufene Seiten bzw. Namen der abgerufenen Datei, Datum und Uhrzeit zu statistischen Zwecken auf dem Server gespeichert, ohne dass diese Daten unmittelbar auf Ihre Person bezogen werden. Personenbezogene Daten, insbesondere Name, Adresse oder E-Mail-Adresse werden soweit möglich auf freiwilliger Basis erhoben. Ohne Ihre Einwilligung erfolgt keine Weitergabe der Daten an Dritte.


 

 

Impressum: Thomas Knackstedt, Deutschland,  31073 Delligsen, Hainbergstraße 2.

 

 

 

 

01182857