Die Anmeldung zum Hilskammlauf ist online.


N E U : 21. Mai 2024   


Die Startseite hat eine neue Geschichte.


Link oder Leben hat einen "Bild-Nachklapp" zum 

Bad Harzburger Bergmarathon.


Laufen trainiert für den Staffelmarathon.


Link oder Leben berichtet vom perfekten Marathonstart.


Schreiben hat eine neue Geschichte. 


Laufen läuft im Rudel.


Link oder Leben steigt aufs Rad.


Laufen hat das Mittwochtraining.



   Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.     


 


Zettel und Stift.


Der Tag ist vorbei. Die Zähne sind geputzt. Der Schlafanzug ist angezogen. Der Hund wurde gestreichelt. Die Liebe meines Lebens noch ein wenig gewärmt. Die Augen fallen mir schon zu, als sich der Ansatz einer wunderbaren Geschichte in meinem Kopf materialisiert. Das passiert oft. Vielleicht angestoßen durch ein Ereignis des Tages, einen Film, ein Buch, eine Äußerung, eine Beobachtung, halt irgendetwas. Ich prüfe den Stoff im Kopf kurz durch und entscheide: Das ist die Grundlage für eine wunderbare Kurzgeschichte. Die werde ich aufschreiben. Ich darf den Ansatz nur nicht vergessen. Also denke ich zwei, drei Mal den gleichen Satz mit Stichworten für die Geschichte. Das wird ja wohl bis morgen früh halten. Als ich am nächsten Morgen erwache, ist alles weg. Tutto kompletto weg! Ich habe keine Ahnung mehr, über was ich da kurz vor dem Einschlafen noch nachgedacht habe. Egal, wie sehr ich mein Hirn auch martere, der Schlaf hat meine Festplatte formatiert. Da ist nichts mehr von den Gedanken an die wunderbare Geschichte vorhanden.



Das ist mir schon oft im Leben passiert. Wer weiß, was ich noch so alles hätte schreiben können? Das diese Geschichten nie das Licht der Welt erblickten liegt natürlich an meiner eigenen Faulheit. Ein Zettel und ein Stift. Mehr wäre nicht nötig gewesen. Zwei, drei Stichworte. Reicht. Aber Zettel und Stift liegen im Büro. Das sind locker acht Meter zu Fuß. Wenn man schon in den Laken liegt, ist das entschieden zu weit. Aber wie sagte Großmutter immer so schön: „Das eine willst du. Das andere musst du.“


Bequemlichkeit ist eines der größten Laster der Menschheit. Das ist jedenfalls meine Meinung. Man verpasst so einiges im Leben, weil man zu bequem ist. Ich sage heute bequem, meine Großmutter hätte faul gesagt. Ich denke an ein paar wunderbare Beispiele für unsere Bequemlichkeit. Als mein Sohn, im Teenageralter, mit Freunden zusammensaß, um sich einen Film anzuschauen, wühlten die Kumpels in den Filmboxen auf dem Tisch. Sie wollen einen bestimmten Actionstreifen sehen und stellten fest, dass der unten im Haus liegt. Sie saßen allerdings im zweiten Stock. Alle schauten sich an und überlegten, wer denn jetzt hinuntergehen sollte, um den Film zu holen. Dann sagte einer: „Was liegt denn hier so auf dem Tisch?“ Die Freunde schauten die Filmboxen durch und entschieden sich dann, einen anderen Film zu schauen. Einen, den sie schon gesehen hatten. Na ja, dafür brauchte keiner laufen.


Wenn ich, als junger Mensch, abends in der Stube saß und noch ein Glas Weißwein trinken wollte, stellte ich manchmal fest, dass die Flasche leer war. Eine neue hätte ich aus dem Keller holen können. Aber eine Flasche Rotwein stand noch auf der Anrichte. Trinken wir halt den. Nicht, weil mir gerade danach war; ich war einfach zu faul.


So fällen jeden Tag Millionen von Menschen Entscheidungen nicht auf Grund ihrer Wünsche, sondern ganz allein aus Bequemlichkeit. Mit dem Stift und dem Zettel ist das nichts anderes. Deshalb laufe ich seit ein paar Jahren abends vom Bett ins Büro und mache mir ein paar Notizen. Es sieht mich ja eh keiner. Die Liebe meines Lebens schläft und der Hund denkt vermutlich, ich hätte Schlafprobleme. Dann schreibe ich mir ein paar Notizen auf einen Zettel, schlappe wieder ins Bett, lege mich hin und weiß genau: Der Gedanke ist festgenagelt. Der kann jetzt nicht mehr weg. Er mag aus meinem Kopf verschwinden, aber vom Zettel, da kann er nicht verschwinden. So ein beruhigender Gedanke lässt mich dann schlafen wie ein Baby. Und mal ganz ehrlich: Was will man mehr?



Thomas Knackstedt



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