N E U : 5. Juli 2020      


Den Sonntag gibt es in Laufen.


Link oder Leben hat die ganz harte Tour.


Laufen hat das Mittwochtraining.


In Schreiben gibt es eine neue Geschichte.


Laufen hat das Wochenendtraining.


Einen Schulbesuch findet ihr in Link oder Leben.


Link oder Leben hat einen Filmtipp.


Auf der Startseite steht eine neue Geschichte.


     

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      





Eins und Eins.


Das hätte mir vor vierzig Jahren auch niemand sagen dürfen. Ich sitze vor dem PC und höre mir alte Aufnahmen von Hildegard Knef an. Bin ich schon so alt? Die Antwort darauf ist klar: Ja! Wobei… ich mag Chansons und Liedermacher. Klaus Hoffmann, Reinhard Mey, Hannes Wader; das ist meine Kragenweite. Wenn ich jetzt Hildegard Knef höre, passt das ins Bild. Die Songs sind wunderbar arrangiert und „Die Knef“ hat sie auf eine einzigartige Weise interpretiert.

 

Ich denke zurück, wie das damals war. Eine andere Zeit mit anderen Aktivitäten. Oft dem technischen Fortschritt geschuldet. Es gab kein Netflix, keine DVDs, kein Amazon und kein Internetradio. Jeder war mehr oder weniger darauf angewiesen, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk ihm anbot. Tagsüber waren das Peter Alexander und Mary Rose, spätabends durfte auch die Knef ran. Heute erscheint es einem unvorstellbar, dass es 1951 für Wochen und Monate nur ein Gesprächsthema im Land gab. Hildegard Knef zeigte im Film -Die Sünderin- für fünf Sekunden eine Andeutung ihrer unbedeckten Brust. Ein Skandal, der heute, würde man die Originalaufnahmen verwenden, im Kika gesendet werden könnte. Die Zeiten ändern sich.

 

Ich denke oft an unsere Urlaube in Österreich zurück. Heute erscheinen sie einem wie Ausschnitte aus einem Heimatfilm. Aber damals war das großes Kino für mich. Wandern in den Bergen und übernachten in einem Hotel. Das war für mich eine völlig andere Welt.

 

Zu Hause gab es zwei Sorten Bier; Export und Pils. Dazu eine Flasche Schnaps. Das war es dann oft auch schon. Die Vielfalt, die wir heute kennen, war seinerzeit nicht angesagt. Meine Oma stand da mehr auf Mümmelmann und ihre Vorliebe für Eierlikör muss irgendwie einen Weg in meine Gene gefunden haben. Schokolade und Süßes gab es so wie heute. Da hat sich nichts verändert. Der gesamte technische Schnickschnack, der heute die Kinder an sich fesselt, war unbekannt. Ganz ehrlich, darüber bin ich froh. Noch heute komme ich längere Zeit ohne Steckdose und Fremdbespaßung aus.


 

Sonntags gab es fast immer Torte und als Nachtisch waren entweder Erdbeeren mit Schlagsahne oder selbst eingelegtes Kompott angesagt.

 

Abends lief die Peter Alexander Show, Einer wird gewinnen oder Musik ist Trumpf. Wenn ich heute die alten Aufnahmen von Heinz Kulenkampf, Rudi Carrell oder Peter Frankenfeld sehe, frage ich mich oft: Wo sind diese Typen geblieben? Menschen, die ihr Ding durchzogen und nicht als Marionetten eines Senders oder einer großen Firma agierten.

 

Wer weiß, vielleicht schönen die Jahrzehnte auch meinen Blick auf diese Zeit und Verklärung füllt die Lücken des Vergessens. Noch immer bin ich fest davon überzeugt, dass es nur wenige Zeiten gab, die besser oder schlechter waren, viele waren halt anders. Was mir heute oft fehlt ist das Miteinander, das man uns damals eingeimpft hat. Zusammen sollten wir stark sein, uns einen Gemeinschaft suchen, mit der wir unsere Ziele verwirklichen konnten. Es war die Lehre der geteilten Last und doppelten Freude. Das hat sich grundlegend geändert. Heute bist Du wichtig. Dein Leben, Deine Verwirklichung, Dein Schicksal. Du bist so besonders, dass sich der Rest hinten anstellen muss. Sorry, aber das ist nicht die Welt, in der ich leben möchte.

 

Weniger ist manchmal mehr. Nicht immer, aber ziemlich oft. Mal ganz ehrlich, damals haben wir schlaflose Nächte durchlitten, wenn wir uns nicht entscheiden konnten, ob wir um 18 Uhr die Sportschau im Ersten sehen oder doch lieber Raumschiff Enterprise auf dem Zweiten. Heute kann ich zwischen 600 Sendern entscheiden und mehr als einmal die Woche stelle ich fest, dass nirgendwo etwas läuft, was ich sehen möchte. Das ist verrückt.

 

Das eigene Leben ist ein Weg. Der führt dich an Orten und Menschen vorbei, die du vergisst oder für immer in deinem Denken einschließt. Die Erinnerung verändert die damalige Realität; macht sie härter, weicher, schöner oder schlechter, als sie es tatsächlich war. Viele Erinnerungen, die verschüttet waren, bringt die Musik zurück. Wenn ich „Die Knef“ höre, wie sie „Eins und Eins“ singt, wird mir das klar. Es war eine andere Zeit. Doch die Probleme der Menschen, ihre Freuden und Ängste, ihr Wünsche und Träume, ihr Versagen und Gelingen, all das hat sich nicht verändert. Mag sein, dass wir ein neues Bühnenbild benutzen, um unsere kleinen Tragödien aufzuführen. Die Protagonisten mögen andere Kleidung tragen, doch ihre Herzen schlagen so wie seit Tausenden von Jahren und ihre Gedanken sind der größte Schatz, den sie besitzen…



Thomas Knackstedt



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