N E U : 15. Mai 2021      


Link oder Leben hat einen Serientipp.


Schreiben hat einen neuen Text.


Laufen läuft durch den Regen.


Laufen steigt aufs Moutainbike.


Link oder Leben berichtet von einer unserer "Lauf-Legenden."


Die Startseite hat eine aktuelle Geschichte für Euch.


Link oder Leben läuft in die Wildnis.


Laufen läuft in den Mai.


     

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      




Diese Woche hatte ich das Glück live auf radioeins aus Berlin sprechen zu können. Ein kleines, aber feines "Interview" mit der sympathischen Frauke Oppenberg.


Wer möchte, kann das HIER nachhören.


Natürlich musste dazu eine kleine Geschichte geschrieben werden. Bitte schön:


Auf Sendung!

 

Die besten Dinge im Leben sind umsonst. Ein Satz, den ich unterschreibe. Es sind oft die kleinen, für andere vielleicht völlig unwichtigen Ereignisse, die der eigenen „Lebenssuppe“ die noch fehlende Prise Salz verleihen. Heute fand mich eines von diesen kleinen Dingen.

 

Seit Anna in Berlin lebte gehört der Radiosender radioeins zu uns wie ein Familienmitglied. Die Erklärung dafür ist einfach. Während die meisten Sender eine Playlist von maximal 20 Songs haben, die ständig rauf und runter gedudelt werden, schafft es radioeins ein sehr breites Spektrum an Musik anzubieten und immer wieder junge Künstler aufzutun, die es nach oben schaffen können.

 

Als ich in der letzten Woche den Sender auf der Arbeit hörte, wurde ich auf den Programmpunkt „Das erste Mal“ aufmerksam. Man sollte eine kleine Geschichte zu seiner ersten Platte, seinem ersten Kuss, seiner ersten Freundin oder ähnliches zusenden. Die originellsten Geschichten würden dann vorgestellt. Na ja… schreiben ist mein Ding. Hier brauchte ich nur eine Hand voller Sätze in eine Mail zu packen, um von meiner ersten Schallplatte zu berichten.

 

Ich staunte nicht schlecht, als mich ein paar Tage später ein Redakteur anrief, um mir mitzuteilen, dass ich um 11:10 Uhr einen Anruf von der Moderation Frauke Oppenberg erhalten würde. Dann ginge es live auf Sendung mit meiner Story. Das versetzte mich in Hochstimmung. Es würde zwar nicht mein erster Radioauftritt werden, aber für den Sender den ich mag, ein paar Sätze zu formulieren, das gefiel mir schon jetzt.

 

Kurz nach 11 Uhr rief mich Frauke an und schon nach den ersten Sätzen war mir die Frau unsagbar sympathisch. Dann ging es los.

 

Zum Thema „Das erste Mal“ hatte ich einen kurzen Text an die Redaktion geschickt, der meine allererste Single zum Gegenstand hatte. 1973, im Alter von 12 Jahren, schenkte mir eine Freundin die T.Rex-Single -Get It On-. Sie wusste, dass ich die Band, vor allem aber Marc Bolan, liebte. Sie wusste allerdings nicht, dass ich keinen Plattenspieler besaß. So war also sparen angesagt, damit ich den Song später auch hören konnte. Eine kleine, aber feine Geschichte.


Frauke stellte mir ein paar Fragen und das Gespräch war so locker und luftig, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich war ein wenig aufgeregt, bevor es losging, aber ein guter Gesprächspartner ist wie ein Sonnenstrahl, der dich an einem verregneten Novembertag mitten ins Gesicht trifft. Er macht dich ruhig und sicher und verpasst die eine Menge Spaß an allem, was du gerade machst. Ich genieße jede Frage und freue mich über jede Antwort, die ich präsentieren kann. Als dass Interview vorbei ist, strömen meine Gedanken ins Jahr 1973 zurück. Verdammt, wie lange ist das her?


 

Aber auch nach 48 Jahren kann ich mich noch daran erinnern, wie es war, die Papierhülle der Single, mit Marc Bolans Gesicht darauf, in der Hand zu halten. Ich weiß noch, wie es damals auf den Geburtstagen zuging. Es gab Kakao und Kuchen satt. Einmal lag im März noch so viel Schnee, dass wir einen Iglu bauten. Erinnerungen haben kein Haltbarkeitsdatum. Du musst nur die Augen schließen und ihnen die Tür öffnen.

 

Marc Bolan war damals mein „musikalischer Held.“ Ich weiß noch, wie ich seinen lebensgroßen Starschnitt aus er Bravo an die Wand unseres Partykellers pappte. Irgendwann wurde er dann von Alice Cooper, ebenfalls in Lebensgröße, abgelöst. 1977 war Bolans, viel zu kurzes Leben, vorbei. Er starb bei einem Autounfall.

 

Heute, viele Jahre später, ist seine Musik noch immer da. Ich würde sogar sagen, dass er, wie alle anderen Menschen, die gelebt haben, irgendwie nachwirkt; ja sogar noch Einfluss auf unser Hier und Jetzt hat. Nehmen wir doch nur den heutigen Tag. Ein ziemlich alter Mann vom Land kann drei Minuten lang, einer Radiomoderatorin aus der Großstadt, eine Geschichte erzählen, die sich vor 48 Jahren ereignet hat, während eine Menge Menschen zuhören. Ohne Marc Bolan, wäre das nicht passiert. Schicksal…oder? Am Ende läuft dann -Get It On- auf dem Sender. Noch immer ein verdammt guter Song…



Thomas Knackstedt



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