N E U : 29. Februar 2024   


Laufen trainiert am Mittwoch.


Link oder Leben trainiert Waldlauf. 


Laufen hat den Langen Lauf am Sonntag. 


Schreiben hat eine Fahrradgeschichte für Euch.


Link oder Leben hat das Mittwochtraining.


Laufen legt langsam wieder los. 


Link oder Leben läuft lang durch den Hils. 


Die Startseite war auf Konzertbesuch.



   Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.     


 

 

Magie auf Bestellung.


Ich habe das schon ein paar Mal erlebt. Aber für mich ist das trotzdem immer wie ein kleines Wunder. Etwas, das von Menschenhand gemacht, magisch und überwältigend zugleich ist. Manchmal kann ein gutes Buch oder ein perfekter Film solche Gefühle vermitteln. Aber um die Magie in all ihrer Macht zu spüren, braucht es Musik. Ohne Wenn und Aber.


Wir stehen vor der Bühne in der alten umgebauten Event-Scheune. Catt singt, ihre Band spielt, und die Menschen im Raum sind gefangen. Da war er wieder. Dieser Moment, wo ein magischer Funke auf der Bühne entsteht. Einer, den nur wenige Künstler entzünden können. Einer, für den es den passenden Raum und das richtige Publikum geben muss. Einer, den man nie wieder vergisst. Schon beim ersten Song war er da, dieser Funke. Sprang blitzschnell, zusammen mit den Wellen der Musik, von der Bühne herab und flog schneller als das Licht durch die Köpfe und Herzen der Zuhörer. Niemand kann sich dagegen wehren. Das ist die eine Sache. Die andere ist, dass sich auch niemand dagegen wehren will. Im Gegenteil. Danach läuft alles wie im Rausch ab. Es ist schön, dabei zu sein. Ein Geschenk. Eines auf Bestellung. Wir ahnten, was passieren würde…


Es ist knapp zwei Monate her, als wir in einer anderen Stadt auf einem Konzert von Catt waren. Waltraud, Kathrin, Detlef und ich sind eifrige Konzertbesucher. Am besten klein und überschaubar. Wir waren bei radioeins auf Catt aufmerksam geworden. Dort spielte sie live und begeisterte uns vor dem Radio. Zum Kauf der Konzertkarten in der benachbarten Stadt war es nicht weit. Wir bereuten den Besuch nicht. Wir sahen und hörten eine junge Frau, die für die Musik brennt und deren Band ihr musikalisches Handwerk versteht. Catt sang sirenengleich, spielte Gitarre, Klavier, Trompete und Posaune. Sie nahm uns mit, allesamt. Ein magischer Zauber, der zumeist nur dem Anfang innewohnt. Unverbraucht, frisch, authentisch und vor allem nicht auf den Kommerz ausgerichtet muss es sein. Und genau so sollte es sich auch anfühlen. Nach dem Konzert war uns klar, dass wir einem magischen Moment beigewohnt hatten. Ein verdammt gutes Gefühl.



Einige Wochen später hatte uns dieses Erlebnis noch immer nicht losgelassen. So beschlossen wir eine 180 Kilometer lange Anreise anzutreten, um Catt noch einmal zu erleben. Wir nahmen Petra mit und waren somit zu fünft. Das Hotel war gebucht, die Anreise problemlos. Wir freuten uns auf unser Wiedersehen und deckten uns im Hotel den Tisch im Aufenthaltsraum mit allem, was wir von zu Hause mitgebracht hatten. Es gab Schnittchen, Eier, Paprika und Tomaten. Dazu ein Bier und für die Damen Sekt. Das tat sich gut an. Unsere Vorfreude wuchs und wuchs. Nach dem Futtern ging es zweieinhalb Kilometer zu Fuß durch die Stadt, um den Veranstaltungsort zu erreichen. Ein alter, kleiner Innenhof, umschlossen von allen Seiten, erwartete uns. Dort gab es ein Kino, eine kleine Bar, und die Event-Scheune. Wir tranken noch etwas und gingen dann hinein. Die Mauern aus alten Feldsteinen luden uns regelrecht ein. Wir ergatterten einen Platz direkt vor der Bühne und die Scheune füllte sich nach und nach. Überall wurde geredet und die Stimmen summten durch die Luft wie ein Schwarm emsiger Bienen. Dann ging es los.


Es war so, wie bei unserem ersten Besuch. Nur sorgten hier diese wunderbare Umgebung und ein extrem begeisterungsfähiges Publikum dafür, dass der magische Funke von der Bühne herunter nicht nur flog, sondern regelrecht explodierte. Die Menge stand Kopf, die Band badete in diesem Schwall aus Zuneigung und Freude. Neunzig Minuten lang brodelte der Saal, es wurde getanzt, gesungen und in den Gesichtern der umstehenden Menschen erkannte ich nicht wenige, die komplett ergriffen waren von dem, was auf der Bühne und im Saal geschah. Ich konnte das gut verstehen. Ich hatte mir genau das erhofft. Ich dachte: Wenn das wieder passiert, dann kannst Du dir magische Momente bestellen. Mit dem Kauf eines Tickets. Für relativ wenig Geld. Wie unglaublich faszinierend ist das.



Der Rausch dauerte neunzig Minuten, die sich wie neunzig Sekunden anfühlten. Das Klatschen, Johlen und Rufen der Menge wollte auch nach der letzten Zugabe nicht aufhören. Obwohl wir alle uns untereinander nicht kannten, waren wir für neunzig Minuten eine verschworene Gemeinschaft gewesen. Wir gehörten zusammen und das fühlte sich einfach gut an.


Der Weg zurück zum Hotel war beschwingt. Trotz Februar fühlte es sich draußen schon frühlingshaft an. Wir redeten über unser gemeinsames Erlebnis und waren allesamt noch immer schwer beeindruckt von dieser Sängerin, der Band, der Musik, dem Gesamtpaket.


Wieder im Hotel schafften wir es gerade noch, den Getränkeschrank in der Rezeption zu kapern, ehe abgeschlossen wurde. Mit Getränken bewaffnet ging es aufs Zimmer. Wir setzen uns in einen Kreis und redeten. Es hätte nur noch ein Lagerfeuer gefehlt. Nach Mitternacht waren uns zwar die Getränke ausgegangen, doch die Worte noch nicht. Allerdings wurde es Zeit, diesen Abend zu beenden. Einen guten Abend. Einen, an den man noch lange zurückdenken würde. Ein auf Hochglanz poliertes Stück Erinnerung, das einen Ehrenplatz ganz oben auf dem Regal unserer guten Erinnerungen bekommen würde. Zehn Minuten später schloss ich komplett zufrieden, noch immer mit einem Lied auf den Lippen, meine Augen. Ich schlief mit dem guten Gefühl ein, heute dabei gewesen zu sein. Und ich wusste, dieses Gefühl hatte ich ganz sicher nicht für mich allein…


Thomas Knackstedt



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