Anmeldung Hilskammlauf 2018

N E U : 19. April 2018      


Einen besonderen Buchtipp hat Link oer Leben.


Link oder Leben hat das Mittwochtraining.


Die Startseite hat eine neue Geschichte für Euch.


Laufen hat den Sonntag.


Der Lange Lauf quält sich in Laufen.


Link oder Leben zählt die Jahre.


Schreiben hat eine neue Geschichte.


Der Hannover Marathon steht in Laufen.


      

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      




Kleine Welt

 

Wir suchen immer wieder das Große, das Außergewöhnliche, das Besondere. Wir wollen Mehr vom Alles und kriegen den Hals nicht voll. Zufriedenheit ist für uns ein Appetitanreger, der uns auf die Hauptspeise „Glück“ vorbereiten soll. Ich habe in dieser Tretmühle der Suche nach dem großen Glück einige Jahre zugebracht. Je verbissener und euphorischer ich das Glück suchte, je weiter entfernte ich mich von ihm. Es macht keinen Sinn Träumen hinterher zu jagen. Man muss das Leben suchen, da liegt der Schlüssel zum Erfolg.

 

Das Leben kann hart sein. In vielerlei Hinsicht. Gesundheit wird von den meisten Menschen als Normalzustand empfunden. Glauben sie mir: Das ist nicht der Fall. Wer gesund ist, sollte dem Herrn, oder wem auch immer, jeden Tag auf Knien danken. Ohne Gesundheit ist Alles Nichts.

 

Es müssen nur Kleinigkeiten wie ein verstauchter Fuß, eine Erkältung, ein gequetschter Finger oder ein eiternder Zahnhals sein, die ausreichen, um aus der Welt einen extrem unangenehmen Ort zu machen; jedenfalls für viele Menschen.

 

Dazu gesellen sich Spaßkiller wie ein stressiger Arbeitstag oder Berge von Überstunden. Probleme mit dem Partner oder, sehr viel häufiger, Probleme mit sich selbst. Unzufriedenheit hat die gleiche Wachstumsrate wie Unkraut. Zudem wächst es einfach überall.

 

Wenn sich all diese niederschmetternden Ereignisse noch mit schlechtem Wetter verbinden, ist das Unglück perfekt. Dann möchte man sich nur noch unter dem Tisch verstecken und wünscht sich den nächsten Tag herbei. Der wird, bei dieser Einstellung, allerdings auch nicht viel besser.

 

Was ist zu tun, um aus dem Heer all dieser „Miesepeter“ und „Weltuntergangspropheten“ heraus zu treten, sich sozusagen abzusetzen? Um das heraus zu finden, halten die meisten Betroffenen ein Fernglas vor die Augen und suchen den fernen Horizont nach Lösungen ab. Ich habe allerdings etwas ganz anderes gemacht. Ich schaute einfach direkt vor meine Füße.

 

Sven Regener hat einmal so schön getextet: „Wo meine Füße stehen, da ist der Mittelpunkt der Welt.“ Warum nicht? Mit diesem Sinnbild komme ich sehr gut klar. Meine Welt ist klein, wieso sollte sie sich nicht um meine Füße drehen?

 

Ich habe ein paar Jahrzehnte gebraucht, um festzustellen, dass ich kein Vagabund bin. Ich brauche einen Ort, an dem ich lebe. Eine Heimat. Das ist aber nicht nur ein Ort, oder die Menschen die dort leben, es ist vielmehr ein Konstrukt aus allem. Einem geographischen Platz, an dem sich ganz bestimmte Menschen aufhalten und Dinge tun, die zum Leben an diesem Ort passen. Hört sich blöd an, ist aber so.

 

Ich brauche an diesem Ort ein Haus. Wenn möglich ein großes Haus. Mit viel Platz. Platz ist Luxus. Auch das hat mich ein paar Jahre gekostet, bis ich es realisiert habe. Ich brauche Menschen, die bei mir sind. Genau an diesem Ort. Einer reicht schon; jedenfalls wenn ich ihn liebe. Je mehr liebenswerte Menschen da sind, umso besser. Heute bin ich mir relativ sicher, dass ich diesen Ort gefunden habe. Den Ort, an dem ich zufrieden bin. Mehr muss es nicht sein.

 

Wenn ich zu Hause am Tisch sitze und der Liebe meines Lebens in die Augen schaue ist das ein verdammt gutes Gefühl. Wenn die Kinder zu Besuch kommen und die Enkel mitbringen adelt das mein Zuhause und sorgt dafür, dass ich mich wohl fühle. Dazugehörig, mittendrin, nicht allein. Das ist mehr, als man erwarten darf. Läuft das Zusammenleben auch noch ohne Streit, Neid und Frustration ab, kann man schon fast von Glück sprechen. Doch soweit will ich gar nicht gehen. Bescheidenheit ist oft ein sehr cleverer Ratgeber.


 

Der Ofen bullert in der Küche und das orange-rote Leuchten der Glut erhellt die offene Stube mit warmen, behaglichen Strahlen. Wir sind so tief im Gespräch vertieft, dass die große, weite Welt ganz weit weg ist. Wir leben in einer Blase, einer kleinen, eigenen Welt. Wir reden, lachen, bringen unsere kleinen Geschichten an und präsentieren sie gestenreich. Worte greifen ineinander wie die Zahnräder einer perfekt funktionierenden Maschine. Gläser werden nachgeschenkt und Schokolade und Kekse verschwinden in den Mündern, während die Kinder auf dem Boden mit Legosteinen spielen. Musik spielt. Klaus Hoffmann singt von Berlin. Danach erzählt uns Tom Waits, dass er niemals erwachsen werden will. Der ganze Raum ist von einer magischen Energie beseelt, die man nicht sehen aber fühlen kann.

 

Die Zeiger der Uhr haben ihre Runden in Rekordzeit gedreht. Es ist spät geworden. Die Kinder sind bereits im Bett und wir anderen wissen, dass wir bis zum Morgengrauen sitzen bleiben könnten. Es könnte eigentlich immer so weiter gehen. Bis zum Schluss. Aber irgendwann fallen wir doch in die Betten.

 

Am nächsten Morgen sitzen wir wieder am Tisch. Frisch gekochte Eier gesellen sich zu warmen Brötchen. Wir machen mit den Gesprächen dort weiter, wo wir gestern Abend aufgehört haben. Wir sind angekommen. In unserer kleinen Welt. Einer Welt, die manchmal nur ein Zimmer umfasst, manchmal ein ganzes Haus. Mit sehr viel Glück können wir sie an alle anderen Orte der Welt mitnehmen, aber das lässt sich nicht verlässlich planen.

 

Ich liebe dieses Leben. Ein Leben, das für manch anderen nicht mehr Platz bietet als ein Schuhkarton. Doch mir reicht es. Ich will kein Alles vom Mehr. Ich will lediglich meinen angestammten Platz in meiner kleinen Welt einnehmen. Mit der Liebe meines Lebens und meinen Leuten. Das entschädigt für alle Enttäuschungen, die in der großen, weiten Welt noch auf mich warten…


 

Thomas Knackstedt 


 

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