N E U : 10. Juni 2026


Schreiben hat einen Vorbericht zum Zugspitz Ultratrail.


Laufen zeigt: Der Bernd Meyer Staffelmarathon kann kommen. 


Link oder Leben gibt ein Update für Alles.


Laufen hat den Pressebericht zu den Kreis-Crosslauf-Meisterschaften in Wangelnstedt.


Die Startseite schaut auf die Dauer eines Lebens. 


Link oder Leben hofft auf hohe Teilnehmerzahlen.


Laufen schaut auf die nächsten Wettkämpfe.


Link oder Leben trainiert Berge. 



   Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Hils-Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von unseren Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.     


 



Das Leben ist zu lang.


Ich weiß schon, was sie denken: Was schreibt der denn da wieder? Es heißt doch: „Das Leben ist zu kurz.“ Also genau andersherum. Aber nein, das ist kein Schreib- oder Denkfehler. Ich meine das wirklich.


Ich bin jetzt 65 Jahre alt und habe ein wunderbares Leben hinter mir. Ich hoffe, dass vor mir noch herrliche Tage warten, aber sicher kann man sich da niemals sein. Pläne können scheitern und das Leben lässt sich nicht in die Karten schauen.


Je älter ich wurde, desto öfter ging ich in Gedanken in der Zeit zurück. Meine ersten Erinnerungen waren die Tage nach meiner Blinddarmoperation. Da ging ich noch nicht zur Schule. Dann sind da Bilder mit meinen Eltern und Tanten im Garten oder im Urlaub in Österreich. Da sah ich auch die Mondlandung der Amerikaner.


Danach folgte die Schule. Ein Hort von Tausend Erinnerungen. Dann der Job. Da kamen in den ersten acht Jahre beim Grenzschutz Millionen von Ereignissen dazu. Die weiteren 38 Jahre bei der Polizei könnten Truhen von Geschichten füllen.


Dazu der Sport. Fußball, Leichtathletik, Turnen, Tischtennis, Laufen. Da bräuchte ich allein für die Kapitel Fußball und Laufen ein paar Festplatten.
Nicht zu vergessen: Die Liebe! Ein unerschöpflicher Quell für Milliarden von Gedanken; jedenfalls bei mir.


Wenn ich dann im Garten auf dem Rasen sitze, den Rücken an die Eiche gelehnt, die wir vor knapp 40 Jahren zur Geburt unseres Sohnes haben wachsen lassen, dann ziehen diese ungezählten Geschichten in meinem Denken an mir vorbei. Ich pausiere hier und da, überlege noch einmal genau was, wie, wo war und frage mich, ob ich da auch richtig liege. Es ist einfach so viel an Daten in meinem Kopf vorhanden, dass ich mich oft frage, wie all das in einen einzigen Schädel hineinpasst. Obwohl da in meinem Kopf dieser Supercomputer menschliches Gehirn sitzt, scheinen all die Erinnerungen das System zu überlasten. Wenn ich dann noch bedenke, wieviel dieses Gehirn gar nicht speichert, sondert nur wahrnimmt und sogleich wieder löscht, bekomme ich erst ein Bild von der Länge eines ganzen Lebens.


Bild von Michał Lis aus Unsplash


Ich stelle mir vor, ich würde jeden Blick auf ein Kornfeld im Wind, einen auf der Wiese streifenden Luchs, eine Formation von schneeweißen Wolken auf einem azurblauen Himmel, einem Kunststück unseres Hundes, dem Flug eines Milans über dem Ort oder dem Streicheln der Hand der Liebe meines Lebens auf meiner Haut stets präsent in meinem Denken haben. Ich vermute ich würde schlichtweg durchdrehen. Das Leben hat ein Füllhorn an Wundern und Sensationen zu bieten, die sich nur demjenigen erschließen, der die Augen, die Ohren und sein Herz ganz weit aufsperren kann. Der nicht achtlos an einem blühenden Busch oder der aufgehenden Sonne vorbeistolpert, sondern innehält und genießt, was da kostenlos und in voller Pracht geboten wird.


Wer die 80 Jahre, die einem vielleicht geschenkt werden, als zu kurz empfindet, der hat irgendetwas verkehrt gemacht. Der hat vermutlich vergessen, oder nie gelernt, was wirklich wichtig ist im Leben. Was das ist? Da verweise ich auf den guten alten Curly und seinen Spruch aus den -City Slickers-: „Das muss jeder für sich selbst herausfinden.“


Wer das dann geschafft hat, der wird erkennen, dass seine Zeit auf unserer großen blauen Kugel fast unendlich lang ist. So lang, dass man sich weder alles merken noch mitnehmen kann. Man muss neugierig sein und dieses lange Leben genießen. Denn es ist alles Mögliche aber ganz sicher nicht zu kurz.



Thomas Knackstedt



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