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Vom Laufen und Schreiben...
...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Hils-Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.
Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.
Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von unseren Läufern.
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Vom Suchen und Finden.
Die meisten von uns sind auf der Suche. So nehme ich das jedenfalls wahr. Wenn ich mit Menschen in meinem Umfeld spreche, höre ich selten, dass es ihnen ausgezeichnet geht. Irgendwo ist immer ein Haken. Einer, der einem sofort ins Gesicht springt. Im Gegensatz zu allen Gegebenheiten des eigenen Lebens, die rund laufen. Wir haben einen Blick für Fehler, der sich immer und immer wieder in den Vordergrund drängt. Wir glauben einfach nicht daran, dass es uns gut geht. Und wenn doch, dann hoffen wir, dass es noch besser wird. Wir schieben die Hoffnung auf Besserung in die Zukunft. Wie oft habe ich das gehört: Wenn erst einmal das und das vorbei ist, dann habe ich mehr Zeit. Nur noch dieses und jenes, aber dann werde ich das Leben genießen. Jetzt ist gerade ganz viel zu tun, doch bald wird alles richtig super.
Tut mir leid, aber spätestens bei „aber dann“ höre ich schon nicht mehr zu. Dieses „dann“ kommt nie und wird immer weiter in die Zukunft verschoben. Bis es irgendwann keine Zukunft mehr gibt.
Ich gebe mir ganz große Mühe, da nicht mitzumachen. Jetzt, wo ich nicht mehr arbeite, habe ich mehr Zeit als jemals in meinem Leben. Ich stelle allerdings fest, dass meine „Mitrentner“ nur selten Zeit haben. Die haben entweder Jobs angenommen oder sind rund um die Uhr auf Reisen oder betätigen sich bei Umbauarbeiten oder jahrelangen Zukunftsplanungen. Wenn ich frage, wer mit mir laufen, Rad fahren oder spazieren gehen will, müssen die meisten meiner Freunde erst einmal in ihren Kalender schauen. Da stehen dann Termine über Termine über Termine. Da kann ich nur staunen. Ich besitze keinen Kalender. Und seltsamerweise habe ich auch immer Zeit. Die Dinge, die ich in meinem Leben erledigen muss, kann ich verschieben. Auf Morgen oder Übermorgen oder sonst wohin.
Kann man Zufriedenheit lernen? Ist es möglich aus dem Hamsterrad des „Ich muss, ich muss, ich muss“ auszubrechen? Kriegt man die letzten Jahre des Lebens mit Freude, Ruhe und Gelassenheit hin? Ich denke schon. Am finalen Schluss ändert ohnehin niemand etwas. Und was die Kunst sein Leben zu leben angeht, da schaue ich mir gern etwas bei den Fachkräften in dieser Disziplin ab. Eine Fachkraft beobachte ich gerade, während mir diese Gedanken durch den Kopf schießen.
Am Fuß der Treppe hat der Hund seinen Platz in der Welt gefunden. Das ging schnell und unkompliziert. Während wir oft ein Leben lang auf der Suche sind, ohne jemals fündig zu werden, zeigt uns das Tier, was es heißt, sich mit dem Leben zu arrangieren. Sogar mehr als das. Es zu genießen und zu lieben. Dieser Platz in der Welt kann überall sein. Es ist kein Ort auf dem Planeten, es ist eine Einstellung tief in uns selbst, die oft so versteckt und verborgen ist, dass wir sie übersehen. Wir erwarten stets, dass es eine phänomenale, unglaubliche, überwältigende Erkenntnis sein muss, seinen Platz zu finden. Das ist es nicht. Es ist simpel, banal, alltäglich. Genau aus diesem Grund bleibt den meisten Menschen dieser Platz für immer versagt. Du kannst hinter dem Horizont nicht finden, was vor deinen Füßen liegt.
Der Hund streckt sich. Seine Pfoten galoppieren in leichtem Zucken durch die Luft. Eine Hasenjagd im Traum oder eine Hatz übers Feld. Wer weiß das schon. Ich setze mich neben den Hund und lege meine Hand sanft auf sein Fell. Der Hund rührt sich kaum, entspannter als entspannt kann man nicht sein. Leise fängt er zu schmatzen an. Ein sicheres Zeichen, dass er meine Berührung genießt. Was ein Handauflegen bewirken kann, ist ein kleines Wunder.
Ich werde auch weiter den Sinn des Lebens im Jetzt und hier suchen. Die Suche nach den unglaublichsten Abenteuern, wildesten Expeditionen und erstrebenswertesten Glücksmomenten überlasse ich gern anderen. Sie alle dürfen Suchen, was sie sich erträumen. Ich halte es da eher mit dem kleinen Tiger und dem Bären. Die gingen keine Pilze suchen, sondern Pilze finden. Manchmal ist das Leben ganz einfach…
Thomas Knackstedt
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