N E U : 22. August 2017      


Ergebnisse stehen in Link oder Leben.


Link oder Leben bietet heute den Ausgleich.


Die Startseite hat eine neue Geschichte.


Laufen hat das Samstag Training.


Was geht noch 2017. Schaut in Link oder Leben.


Laufen hat eine Bild-Nachlese.


Das Mittwochtraining steht in Laufen.


In Schreiben ist die Mauerweglauf-Homestory komplett.


      

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.  
 



Die Flucht.

 

Die Enkelkinder sind zu Besuch. Eine Woche lang ist nicht Berlin und Papa und Mama. Jetzt heißt es Delligsen und Oma und Opa. Lotta und Ella sind in der Lage auch an einem Regentag die Sonne in unserem Haus scheinen zu lassen. Sie können allerdings auch einen blauen Himmel in Sekundenschnelle mit schwarzer Farbe übertünchen. Zumeist sind es jedoch die kleinen, feinen, unvorhersehbaren Geschichten, die den Clash der Generationen so unterhaltsam gestalten.

 

Kathrin hat für die Woche Urlaub bekommen, ich nicht. Einerseits tragisch, andererseits… der Opa und die beiden Gören 24 Stunden am Tag zusammen? Ich glaube, da würde es öfter „rauschen“ als es beiden Seiten lieb ist.

 

In jedem Fall ist die Woche bisher super gelaufen. Auf einer mega-stressigen Berlin Rückfahrt haben sich unsere beiden Prinzessinnen picobello benommen und es gab nicht den geringsten Anlass zur Klage.

 

Zu unserer Überraschung mussten wir feststellen, dass die Mädchen ihre Schlafgewohnheiten geändert haben. Nicht mehr um sechs Uhr aufstehen und erst einmal dem schlafenden Opa auf den Bauch springen, nein. Jetzt wird bis um acht oder sogar neun Uhr geschlafen. Der Wahnsinn. Wir können jeden Tag ausschlafen. So was hatten wir noch nie.

 

Andere Dinge haben sich jedoch nicht geändert. Ella, die Kleine mit der großen Klappe, schafft es immer noch nicht nachts in ihrem Bett zu bleiben. Das Nesthäkchen muss zur Mama ins Bett. Und wenn die Mama nicht da ist, muss die Oma herhalten.

 

So spielt sich folgendes Drama in der ersten Nacht in unserem Haus ab: 1. Akt: Oma und Opa gehen um 23 Uhr ins Bett. Opa muss am nächsten Morgen um sechs Uhr zur Arbeit. Ins Bett fallen und einschlafen geschieht beim mir praktisch zeitgleich. Ich verabschiede mich sofort ins Land der Träume und werde da relativ schnell verscheucht. Ich höre Schritte, mache schlaftrunken die Augen auf und sehe im Türrahmen eine Gestalt, die mich im ersten Moment an E.T. erinnert. Erst eine Sekunde später erkenne ich, dass die Größe zwar hinhaut, aber es ist doch kein Außerirdischer, sondern Ella.


Ich spiele im Nachtschatten-Universum Ellas keine Rolle. Hier ist ganz allein Kathrin gefragt. Die ist vorbereitet, natürlich. Neben unserem Bett liegt eine kleine Matratze für Ella. Genau wie zu Hause. Wenn das quengelnde, strampelnde kleine Stück Mensch mit einem im selben Bett liegt, hat man nämlich gar keine Chance auf Schlaf.

 

„Oma? Ich kann nicht schlafen.“ Wer hätte das gedacht? Ich stoße Kathrin an, aber die ist bereits wach. Nebenbei schaue ich auf die Uhr. 00:47 Uhr. Fantastisch.

Kathrin legt Ella auf die Matratze, deckt sie zu, küsst sie und kommt wieder ins Bett. Als sie es sich dort wieder bequem gemacht hat, höre ich Ellas Stimme wieder.

 

„Oma? Ich bin nicht richtig zugedeckt.“ Ich drehe mich um und atme tief ein. Ruhig bleiben ist jetzt angesagt. Ganz, ganz ruhig bleiben. Kathrin hat damit kein Problem. Sie steht wieder auf, deckt das Kind richtig zu, küsst es und kommt wieder ins Bett. Die Uhr zeigt 00:54 Uhr.

 

„Oma? Ich habe Durst.“ 01:03 Uhr. Ich fasse es nicht. Das Kind muss doch mal schlafen. Es ist den ganzen Tag herumgehopst als wäre es an der Steckdose angeschlossen und jetzt so was. Kathrin ist die Ruhe selbst. Sie geht mit Ella in die Küche. Dort bekommt das Kind ein Glas Wasser. Anschließend wird es wieder hingelegt, richtig zugedeckt, geküsst und danach legt sich Kathrin wieder neben mich.


 

„Oma? Ich muss mal.“ Der Radiowecker zeigt 01:22 Uhr und ich weiß: Ich muss jetzt auch mal! Und zwar schlafen. Während Kathrin mit Ella auf die Toilette geht, schnappe ich mir mein Bettzeug und verziehe mich ins Erdgeschoss. Platz zu haben ist Luxus; ganz großer Luxus! Ich kuschele mich in das Bett unseres Gästezimmers und begebe mich schnurstracks ins Land der Träume Ich höre noch eine Kinderstimme, die „Oma?“ sagt, aber das ist  nur ein böser, kleiner Traum…


   

 Thomas Knackstedt        


 

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