N E U : 23. Juni 2021      


Laufen durchquert die Mulde.


Schreiben versucht ein Leben zu fassen.


Link oder Leben läuft aus.


Laufen erlebt die Einsamkeit.


Link oder Leben berichtet von einem "verrückten" Lauf.


Die Startseite hat eine neue Geschichte für Euch.


Laufen sucht die kleinen Straßen.


Link oder Leben trifft uralte Freunde wieder.


     

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      




NEIN!

 

Die Welt ächzt in ihren Angeln. Sie scheint aus den Fugen geraten und dem Abgrund entgegen zu taumeln. Könnte man jedenfalls glauben, wenn man die Zeitung aufschlägt, die Internetportale liest oder sich Nachrichtensendungen anschaut.


Eine Pandemie hält die gesamte Welt im Würgegriff. Im Nahen Osten fliegen Raketen. Russische Hacker greifen die Netze des Westens an. Flugzeuge werden umgeleitet, um kritische Journalisten einzusperren. Ein anscheinend wahnsinniger Präsident durfte vier Jahre lang das einflussreichste Land der Welt regieren. Ein weiterer „Durchgeknallter“ scheint den Regenwald im Akkord abholzen zu wollen. Wir alle stehen rund um die Uhr unter Rassismus-Verdacht. Die Wälder sterben. Der Klimawandel scheint nicht mehr abwendbar.


Keines dieser Themen ist erfunden. Alles findet so, oder so ähnlich, tatsächlich statt. Allerdings ist die Intensität und Zielrichtung der Berichterstattung oft alles andere als sachlich. Unsere Medienmacher neigen mittlerweile dazu ihre Botschaften deutlich zu überhöhen. Warum sie das machen? Nun ja, da kommen wir ins Spiel. Wir neigen leider dazu nur noch aufzumerken und zuzuhören, wenn über etwas Mega-Spektakuläres berichtet wird. Unter „das Größte, das Schrecklichste, das Wichtigste, das Beste, das Grausamste, das Verrückteste, das Schönste“ machen wir es nicht mehr. Darauf haben sich die Medienmacher eingelassen und eingerichtet.


Ich bin ein Freund von Vergleichen. Schaue gern, wie das in andern Ländern, anderen Kulturen oder gar anderen Zeiten aussieht, oder ausgesehen hat. Da stelle ich dann schnell fest, dass wir in Mitteleuropa in einer Art Paradies leben. Ganz sicher kein perfektes Paradies, aber eines, das auf der Welt, oder in der Weltgeschichte, seinesgleichen sucht. Wir haben seit 75 Jahren keinen Krieg erlebt. Auf der gesamten Welt haben wir weniger Kriegsschauplätze als je zuvor. Was nicht heißt, dass es noch immer zu viele sind. In Sachen Gleichberechtigung, Rassismus und Identitätsfindung wurden gewaltige Schritte nach vorn gemacht. Wir sind noch lange nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg.


Doch irgendwie interessiert das nicht, ist das keine Schlagzeile. Lieber wälzen wir uns mit unseren Instagram-Facebook-Luxusproblemen in Selbsthass und Zweifeln. Einige von uns sind ziemlich gut darin geworden, wegen jedem Kleinscheiss laut aufzuschreien und Shit-Stürme auszulösen oder Fake-News zu verbreiten. Die Welt scheint ihre Probleme nicht mehr in der Realität, sondern in unseren Smartphones für uns ganz individuell persönlich zu präsentieren. Verdammt, wie mies und schlecht und elendig geht es uns doch.


Tja… und dann komme ich. Ich bin zufrieden. Ich wache morgens in meinem Bett auf und höre durch die offene Balkontür die Vögel singen. Das gefällt mir und zaubert mir sogar ein Lächeln aufs Gesicht. Nachdem ich aufgestanden bin, streichele ich den Hund und gehe mit ihm nach draußen. Dann trinke ich ein Glas Milch und fahre mit dem Rad zur Arbeit. Ich genieße jeden Meter der Fahrt. Auf der Arbeit, die ich übrigens mit sinnvoller Freude betreibe, treffe ich meine Mitarbeiter, mit denen ich gern zusammenarbeite. Nach der Arbeit geht es zurück zur Liebe meines Lebens. Wir essen, laufen zusammen, gehen spazieren, reden, sind froh, dass wir uns haben.


Ich sitze im Ohrensessel neben dem Kamin und lese ein Buch, während der Hund zusammengerollt vor meinen Füßen liegt. Auf der Kaminplatte dampft ein heißer Glühwein und vor dem Fenster tanzen die Schneeflocken. Kann es schöner sein?


Mit der Liebe meines Lebens sitze ich auf dem Sofa, während uns ein Film gefangen hält. Wir halten uns an den Händen, fiebern mit und ab und zu rollte eine Träne über meine Wange. Was für ein wunderbares Erlebnis.



Es gibt noch Tausend andere Dinge, die ich beschreiben könnte. Endlose Spaziergänge, die wir mit offenen Augen durch unsere kleine Welt gehen. An jedem Baum und Strauch gibt es etwas zu sehen und zu hören. Wir sprechen mit den Freunden und Nachbarn, hören Musik und singen lauthals mit, lieben uns als gäbe es kein Morgen.


Dann frage ich mich manchmal: Muss ich mich dafür eigentlich schämen? Sollte ich ein schlechtes Gewissen haben? Ist es nicht so, jedenfalls wenn ich den Zeitungen und anderen Medien glaube, dass die Welt ein schlechter, gefährlicher Ort ist und es uns miserabel geht. Das wir alle Probleme haben und die Zukunft düster aussieht. Das einem die Aussicht auf kommende Tage Angst machten muss.


Ich denke kurz nach und dann habe ich die Antwort: NEIN!



Thomas Knackstedt



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