Sie laufen und laufen...        

        

Die Delligser Läufer sind viel unterwegs. Hier werdet ihr immer wieder Berichte von den Wettkämpfen der Delligser finden. Natürlich gibt es auch mal eine Homestory oder ein wenig Laufkunde. Lasst euch überraschen..

 

Wer unsere Gruppe nicht kennt: Wir laufen seit 1998 zusammen und sind mittlerweile über 20 Marathon- und Ultraläufer. 2008 haben wir in der Gruppe die schnellste Laufdurchquerung Deutschlands zu Fuß hinbekommen. Nach 2 Tagen und 22 Stunden waren wir in einer Staffel, ohne Unterbrechung, von Österreich nach Dänemark gelaufen. Ansonsten waren wir als Mannschaft bei den großen Marathons und Ultraläufen sehr erfolgreich und verfügen auch über ein paar verdammt schnelle Läuferinnen und Läufer. 


 

Legen wir also los...



Berge und Landschaft.


Die gab es dieses Wochenende für mich. Das Wetter war frühlingshaft und da eine gezielte Vorbereitung momentan sinnlos ist, habe ich zwei Lauf-Rad-Tage eingelegt.


Samstag bin ich eine 15 Kilometerrunde im inneren des Hils gelaufen. Dabei habe ich jede Steigung im Tempo genommen und bin den Rest locker gelaufen. Das war teilweise anstrengend. Am Nachmittag habe ich dann mit Tobi eine 26 Kilometer Radrunde auf dem MTB gedreht. Das war jede Menge Spaß, außer für Tobis Hintern. Der hatte lange nicht auf dem Bike gesessen.



So wild wie 2007 in den Alpen haben wir es an diesem Wochenende auf dem MTB nicht angehen lassen.


Heute ging es dann mit Marco in die Berge. Von Delligsen aus auf den Birkholzkamm. Jede Menge Steigungen und dann ein Waldweg, so abgelegen, wie man ihn sich nur vorstellen kann. Über Stock und Stein liefen wir unsere Kilometer. Am Ende hatten wir jede Menge Höhenmeter in den Beinen. Am Nachmittag machte ich dann mein Fixie für den Wochenarbeitseinsatz fertig. Logisch, dass da noch eine kleine Probefahrt stattfinden musste...



Thomas Knackstedt



Hoffnung in schweren Zeiten.


Was für ein Tag! Das Wetter hat heute für mich eine große Rolle gespielt. Als ich meinen Hintern heute Morgen auf den Sattel schwang, zeigte das Thermometer -5 Grad an. Trotz dicker Winterhandschuhe musste ich unterwegs ein paar Klatscheinheiten hinlegen, damit ich meine Finger noch spürte.


Dann kam die Sonne und beleuchtete einen verdammt schönen Tag. Mittags habe ich die Gunst der Stunde genutzt und bin mit Karsten gelaufen. Wir drehten eine Runde über Hörsum, den Menteberg, den Naturpfad Langenholzen und Alfeld. Es gab jede Menge Steigungen und die Sonne tat ihr übriges, damit wir ordentlich ins Schwitzen kamen.


Kurz vor Langenholzen erhaschte ich dann einen glücklichen Hoffnungsschimmer auf die Zunkunft des Laufsports. Wir liefen eine 10 Prozent Steigung hinunter, und das auf einem holprig-steinigen Feldweg. Am Fuß der Steigung fiel uns eine junge Frau auf, die in Laufausrüstung waretete, bis die beiden alten Männer vorbei waren. Ich drehte mich zwar um, wusste aber auch so, was ich sehen würde. Zu oft, habe ich selbst schon am Beginn so einer Hammersteigung gestanden. Die junge Frau startete in atemberaubenem Tempo den Anstieg hinauf. Bestes Sprinttraining. Das sah sehr gut aus und mir ging das Herz auf.



Karsten sprintet.


"Weißt Du noch..." begann ich zu Karsten. "Na klar" antwortete er, "wie oft haben wir früher solche Bergsprints trainiert. Es wird sich auszahlen. Von Nichts kommt Nichts." Recht hat er. Mich stimmen solche Momente hoffnungsfroh. Weiß ich doch, dass ich mir über den Fortgang unseres Sports keine Sorgen machen brauche...



Thomas Knackstedt



Lang in Kurz und erste Spur.


In verrückten Zeiten gibt es auch verrückte Wochenenden. Das öffentliche Leben ist komplett zum Stillstand gekommen. Das Wetter ist es nicht. Nach einer Sonnenwoche drehte es am Wochenende Pirouetten.


Gestern wollte ich eigentlich einen Dreißiger laufen. Aber ich sagte mir: Schauen wir mal, wie es unterwegs läuft. Wirklich Sinn machen Lange Läufe momentan ja nicht. So düste ich in kurzer Hose und T-Shirt zur Stroiter Mühle. Das lief richtig gut. Die ersten 10 Kilomter mit Steigungen gingen in 49 Minuten weg. Hmm... sagte ich mir, jetzt strengst Du dich zurück noch einmal an und läufst die 20 Kilometer deutlich unter 1:40 Stunden. Das soll für heute reichen. Nach 1:35 Stunden war ich wieder zu Hause und lief dann noch 2 Kilometer mit Arkadi aus.


Heute Morgen traf ich Marco. Das passte sich. Eigentlich wollte ich eine18 Kilometerrunde über den Roten Fuchs allein laufen, doch so hatte ich einen Mitläufer gefunden.


Wir starteten bei Sonne und leichtem Wind. Doch das änderte sich schnell. Mit jedem Höhenmeter den wir erklommen, wurde es kälter. Dann fing es zu schneien an. Ab Kilometer 6 waren wir in einem fetten Schneegestöber gefangen und konnten kurz vor dem Roten Fuchs sogar die erste Spur in den Schnee legen. Verrückt.



Marco, Annike und Dennis unter dem Hilskamm unterwegs.


Bergab schneite es weiter. Das sorgte dafür, dass ich irgendwie weihachtliche Gefühle bekam. Wieso hatten wir in diesem Winter nicht einen einzigen Tag wie diesen?


Wieder zu Hause spürte ich meine Beine. Das waren zwei gute Trainings-einheiten. Heute wäre ich, ohne Marco, wesentlich langsamer gelaufen. Das Laufen zu zweit hat zudem wesentlich mehr Spaß gemacht.



Thomas Knackstedt


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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